Suchmaschinenwerbung (SEA)

Als Händler erfolgreich werben bei Amazon

Fotonr.: #145967547 ©William W. Potter/Adobe-Stock

Amazon ist die führende Kraft im E-Commerce. Mit einem rekordverdächtigen Umsatz von 232 Milliarden Dollar schürte das US-Unternehmen letztes Jahr die Vermutung, dass es dieses Jahr ähnlich gut für Amazon laufen könnte. Nach neuen Rekordgewinnen im ersten Quartal 2019 scheint sich die Vermutung zu bestätigen. Amazon wächst und wächst. Wer als Händler dort vertreten ist, verspricht sich natürlich davon, dort auch reichlich Umsatz machen zu können. Schließlich beginnt mittlerweile mehr als die Hälfte der Deutschen mit der Suche nach Produkten direkt bei Amazon, und auch die Anzahl der Prime-Mitglieder nimmt stetig zu. Der große Vorteil von Amazon ist: Der Händler erreicht den Kunden dann, wenn er schon bereit ist, einen Kauf zu tätigen, schließlich hätte er ansonsten nicht mit der Produktsuche bei Amazon begonnen. Der Zugang zu potenziellen Kunden ist also scheinbar mühelos gegeben, sodass man als Händler praktisch nicht mehr anders kann, als dort seine Produkte zu verkaufen. Jedoch ist es nicht leicht zu entscheiden, wie das angesichts der zahlreichen Optionen gelingen soll.

Vielfältige Optionen der Kundenansprache

Vom Erstkontakt bis zum Verkauf sind die Möglichkeiten der Kundenansprache groß und vielfältig. Daher ist es wichtig, sich in der komplexen Struktur von Amazon entsprechend zurecht zu finden und dort, wo es nutzbringend ist, die richtigen Schrauben zu drehen. Je nach Zweck – das muss nicht ausschließlich der Verkauf sein – kann zum Beispiel die Markenbekanntheit und das Customer Engagement gestärkt werden. Möchte man als Händler bei Amazon erfolgreich sein, gilt es, diese Bandbreite an Optionen zu beachten und sie klug nach den eigenen Zielen einzusetzen. Dafür ist jedoch eine Marketing-Strategie grundlegend. Ist Amazon in eine übergreifende Strategie eingebettet oder dient die Plattform als Ergänzung zum Online-Store? Oder ist Amazon nur dazu vorhanden, eigene Werbemaßnahmen in anderen Medien zu bedienen? All das gilt es sich als Verkäufer zu überlegen, denn Amazon ist wesentlich mehr als reine Verkaufsplattform.

Werbeformen bei Amazon

Grundsätzlich bietet Amazon eine ganze Reihe verschiedener Werbeformen, die Sie beliebig nach Ihren Zielen einsetzen können. Mit „Amazon Advertising“ hat Amazon dem Händler ein praktisches Werkzeug an die Hand gegeben, das ihm einen entscheidenden Mehrwert verschaffen kann. Doch was ist Amazon Advertising genau? Wer Google Ads kennt, der kann sicherlich auch mit Amazon Advertising etwas anfangen. Ähnlich wie bei Googles Angebot der Suchmaschinenwerbung basiert Amazon Advertising darauf, dass für bestimmte Suchanfragen bezahlte Werbeanzeigen für Produkte ganz oben in den Ergebnissen gelistet werden. Diese sind leicht am Vermerk „Gesponsert“ zu erkennen. Bei dieser Werbeform bezahlen die Händler, wie bei Google Ads auch, bei Klick des Nutzers auf die Anzeige einen bestimmten Geldbetrag. Auf der Seite des beworbenen Produkts werden zudem noch weitere passende Anzeigen ausgespielt. Also nicht nur in den Suchergebnissen, sondern auch auf einzelnen Produktseiten werden die Anzeigen von Händlern präsentiert.

Self-Serve-Advertising und Premium Ads – der Unterschied

Wer sich damit näher beschäftigt, stößt unweigerlich auf die Begriffe Self-Serve-Advertising und Premium Ads. Um zu erklären, worin der Unterschied liegt, bietet sich erneut der Vergleich mit Google-Diensten an. Self-Service-Advertising entspricht dem Dienst Google Ads. Die Self-Service-Anzeigen funktionieren ungefähr so wie die Erstellung und Ausspielung der Google Ads-Anzeigen. Die Premium Ads hingegen sind vergleichbar mit Google AdSense, dem Display-Netzwerk des US-Suchmaschinengiganten. Dabei wird die Anzeige auf Webseiten außerhalb der hauseigenen Angebote dargestellt. Es handelt es sich dabei jedoch vielmehr um gestaltete Anzeigen, die gegebenenfalls auch als Banner ausgespielt werden.

Anzeigentypen bei Amazon Advertising

Es gibt drei verschiedene Anzeigentypen bei Amazon Advertising, die Sie selbst konfigurieren und schalten können.

  1. Die Headline-Suchanzeige: Dieser Anzeigentypus wird oberhalb der eigentlichen Suchergebnisse angezeigt. Sie wird auf der Basis von Keywords ausgespielt, entweder als exaktes Keyword oder als Keyword-Phrase. Abgerechnet wird über Cost-per-Click.
  2. Die gesponserte Produktanzeige: Diese Anzeige wird oberhalb oder unterhalb der eigentlichen Suchergebnisse gelistet und auf anderen Produktseiten ausgespielt. Auch hier wird die Anzeige nach exakten Keywords, Phrasen und einigen spezifisch einstellbaren Kriterien geschaltet. Das Budget, das aufgewendet wird, können Händler flexibel über das Tagesbudget und die Kampagnendauer einstellen.
  3. Display-Anzeigen: Dieser Typus ist ein wenig anders als die anderen. Die Anzeigen werden abhängig von einem Produkt oder einem bestimmten Interesse an relevante Nutzer ausgespielt und nicht nach Keywords. Die Händler können aus einer Liste ihre Favoriten wählen, sodass die Anzeige nur an Käufer mit passendem Interesse ausgespielt wird. Die Anzeige erscheint unten oder rechts in den Suchergebnissen, auf Kundenbewertungsseiten, Angebotsseiten und in Marketing-E-Mails von Amazon.