Corporate Blogging

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„Ein Corporate Blog kann aus verschiedenen Gründen erfolgreich sein: Er kann Geld einbringen oder ein Prestigefaktor für die Mitarbeiter sein (…) in jedem Fall aber ist es die Strategie, auf die es beim Blogging wirklich ankommt.“ - Douglas Kerr, Autor des Blog-Ratgebers Corporate Blogging for Dummies.

Das Blogging entwickelt sich mehr und mehr zu einer der zentralen und öffentlichkeitswirksamsten Kommunikationstechniken vieler Unternehmen. Die Vorteile des Corporate Blogs sind in erster Linie seine praktisch universellen Einsatzmöglichkeiten als Mittel zur Verbreitung von Unternehmensbotschaften – zugleich aber seine interaktive Struktur: Ein intelligent gemanagter und mit informativem Content gepflegter Blog wird über Kommentare, Empfehlungen und vielfältige Formen der User Generated Media von den Markenfans aktiv mitgestaltet. Das zahlt sich aus: Professionell und konsumentennah betriebene Blogs können in Sachen Traffic oftmals sogar der offiziellen Firmenpräsenz den Rang ablaufen und so zu einem entscheidenden Image-und Umsatzfaktor werden.

Global Players haben die Chancen des Blogging erkannt

Die globale Wirtschaft hat die Chancen des Blogging längst erkannt: Von den Inc. 500, den 500 wachstumsstärksten Unternehmen der USA, betreibt bereits die Hälfte einen öffentlichen Blog, wie eine Studie der University of Massachusetts belegt. Und auch in Deutschland wagen immer mehr Firmen den Schritt in die Blogosphäre. 

Welches Blogformat für welches Unternehmen?

Die wohl am weitesten verbreitete Form des Corporate Blogs ist der klassische Inhouse-Blog, bei dem ein Team internetaffiner Unternehmensangehöriger – im Optimalfall aus verschiedenen Abteilungen und Ebenen – fachlich informative oder persönliche Beiträge erstellt und die direkte Kommunikation mit Bloglesern übernimmt. Eine Sonderform dieses Kommunikationsmediums wäre zum Beispiel der CEO-Blog, bei dem Geschäftsführer, Vorstände oder auch Abteilungsleiter Beiträge zur Unternehmensentwicklung verfassen oder zu aktuellen Medienberichten Stellung beziehen. Darüber hinaus sind natürlich auch hochindividualisierte Blogkonzepte möglich und auch diese bewähren sich in vielen Fällen als reichweitenstarke, halboffizielle Mittel der Öffentlichkeitsarbeit.

Die klassischen Formate des Corporate Blogging im Überblick

  • Themenblog
  • Klassischer Unternehmensblog
  • Individualisierter Blog

„Blogger Relations“ – freie Multiplikatornetzwerke aufbauen

Besonders effektiv wird eine Bloggingstrategie natürlich erst recht dann, wenn unabhängige Blogger als freie und inoffizielle Multiplikatoren gewonnen werden können – das Stichwort lautet „Blogger Relations“. Prominente Marken profitieren davon, dass Blogger aus persönlichem Interesse Produkte vorstellen oder über Erlebnisse am Messestand bzw. von öffentlichen Firmenveranstaltungen online berichten. Konstruktive Beziehungen zu bekannten Bloggern können sich deswegen als echter PR-Coup erweisen – allerdings nur, wenn das Thema mit der nötigen Sensibilität angepackt wird. Versuche der Vereinnahmung kommen in der Blogosphäre selten gut an und enden oft mit massiven Negativschlagzeilen. Besser ist es, Blogger zu Produktvorstellungen und ähnlichen Veranstaltungen einzuladen oder wohl dosiert mit Einblicken in die Produktentwicklung oder exklusiven News zu versorgen.