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Google bestreitet EU-Vorwürfe

Der US-Konzern äußerte sich in einem Blogbeitrag nun öffentlich gegen die Anschuldigung der Europäischen Union, eigene Dienste in seiner Suchmaschine klar zu bevorzugen.

Das Verfahren um Google’s mögliche Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht geht weiter. Erst letzte Woche kündigte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager an, den Vorwürfen intensiver nachgehen zu wollen (Wir berichteten). Bis zum 31.08.2015 erhielt Google die Möglichkeit, sich ebenfalls zum Sachverhalt zu äußern. Auf seinem Blog stritt das Unternehmen die Vorwürfe nun vehement ab und hob stattdessen hervor, die Vielfalt der Suchergebnisse noch zu fördern.

Die Vorwürfe

Laut der Meinung einiger Anbieter von Online-Preisvergleichsportalen bevorzuge Google ganz klar den eigenen Shoppingdienst und verdränge damit das ebenso relevante Angebot der Mitbewerber. Google widerspricht diesem Vorwurf und beharrt darauf, dass seine Konkurrenten überhaupt erst durch die Leistungen der Google-Suchmaschine gefunden würden. Im Rahmen einer EU-Kommission werden die Anschuldigungen nun seit geraumer Zeit näher untersucht. Innerhalb dieses Verfahrens hatte Google bereits einige Zugeständnisse an Vestagers Vorgänger Joaquín Almunia gemacht, der die Untersuchung daraufhin einstellen wollte. Googles Konkurrenten dagegen reichten die Annäherungsversuche des Unternehmens nicht.

Zugeständnisse reichen nicht

Nach der Absetzung Almunias kam Vestager Ende 2014 in das Amt und leitet die Kommission nun. Im Gegensatz zu ihrem Vorgänger vertritt sie eine härtere Position gegenüber Google. Im Falle eines tatsächlichen – d.h. von der Kommission festgestellten – Verstoßes gegen das Wettbewerbsrecht muss Google mit hohen Strafzahlungen von bis zu 10% seines Jahresumsatzes rechnen. Dieser lag 2014 bei ca. 66 Milliarden Dollar. Laut Vestager wird die Kommission aber nicht vor 2016 zu einem Urteil kommen.

Quelle

http://goo.gl/qKxLmm