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Google-Löschanträge: Diese Seiten haben keine Chance

Seit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs zugunsten des „Rechts auf Vergessen“ sind Suchmaschinenbetreiber nun gezwungen, einzelne Einträge auf Antrag zu löschen. In Folge dessen gingen in den letzten Monaten über 135.000 Anträge allein bei Google ein, über 200.000 Links wurden bisher entfernt. Nun zeigt das Unternehmen Reputation VIP, das auf seiner Webseite forget.me Dienstleistungen zu Löschanträgen anbietet, welche Seiten am stärksten betroffen sind und welche Anträge bei Google keine Chance haben.

Reputation VIP hat dazu die über seine Seite gestellten Anträge und deren Bearbeitung durch Google ausgewertet. Platz 1 der Löschanfragen belegen die Sozialen Netzwerke und Kommunikations-plattformen. Google lehnt ca. 61% dieser Anfragen ab, insbesondere wenn es darum geht, eigene Beiträge oder gar ganze Profile löschen zu lassen, ist der Suchmaschinen-gigant unerbittlich. Bei Blogs liegt die Quote noch etwas höher. Gnädiger fällt dagegen die Bearbeitung von Verzeichnissen aus, hier lehnt Google nur ca. 28% der Anfragen ab. So gut wie keine Chance haben offenbar Anfragen, die sich auf Pressewebseiten oder die Web-Enzyklopädie Wikipedia beziehen, 93% bzw. bei Wikipedia sogar 100% der Anträge werden abgewiesen.

Interessant ist auch die Verteilung der betroffenen URLs auf den Ergebnisseiten von Google. Zwar ist es nicht überraschend, dass sich die meisten Löschanfragen auf Ergebnisse der ersten Seite beziehen, mit 45% ist diese Spitzenreiter, 25% der Anträge betreffen allerdings Ergebnisse der vierten oder sogar nachfolgenden Seiten. Nach einer ersten großen Welle sinken die Antragszahlen mittlerweile latent, allerdings lässt sich vermuten, dass auch in Zukunft viele Anfragen auf Google zukommen werden, insbesondere wenn sich die Nutzer des Suchmaschinenbetreibers so intensiv mit den Ergebnislisten auseinandersetzen.

Quelle: http://goo.gl/ed5RTK