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Maps muss Reviews löschen

Auch bei Maps, dem Kartendienst von Google, gibt es bekanntlich die Möglichkeit, Locations zu bewerten. Wer beispielsweise gerade nach einem Hotel in einem bestimmten Stadtteil sucht, erfährt gleich auch, wie andere Gäste den Aufenthalt dort fanden. Für die User von Google Maps ist das natürlich äußerst praktisch, müssen sie nicht extra auf Bewertungsportale wie Yelp wechseln, um zu erfahren, was genau sie vor Ort erwartet. Auch Ladenbesitzer, Gastwirte und Ärzte können von den Empfehlungen im Netz profitieren – sofern es sich dabei tatsächlich um Empfehlungen und nicht um Warnungen handelt.

Für den Anbieter einer Bewertungsfunktion ist das Ganze oft ein wenig kritisch. Da er, unabhängig von der eigenen Personalstärke, nicht jedes Café und jede Apotheke kennen kann, muss er sich auf die Richtigkeit der Bewertungen verlassen. In den meisten Fällen stimmt die Einschätzung der User sicherlich mit der Lage vor Ort überein. Nicht gerade selten kommt es aber auch zum Missbrauch der Bewertungsfunktion: Mitbewerber bewerten unter Synonym negativ, (zu Unrecht) unzufriedene Ex-Mitarbeiter lassen ihren Frust aus – für die Reputation eines Unternehmens hat so etwas Folgen.

Negative Bewertungen verschwinden selten

Von einem japanischen Gericht wurde Google jetzt dazu gezwungen, zwei negative Bewertungen für ein Krankenhaus zu entfernen. Die Bewertungen verstießen zwar nicht gegen die Google Richtlinien, dürfen trotzdem weltweit nicht mehr angezeigt werden. Bei Google überlegt man derzeit, wie mit dieser Situation umgegangen werden soll. Das Bewertungen gelöscht werden, ist nämlich nur in Ausnahmesituationen der Fall. So oft es geht, werden auch negative Einträge beibehalten, um den Nutzern eine möglichst große Transparenz zu bieten. Ungerechtfertigtes Löschen wiederum schadet der Glaubwürdigkeit der Bewertungsplattform allgemein.

Unternehmen, die ein Problem mit negativen Beurteilungen im Netz haben, erreichen kaum Verbesserung, in dem sie das jeweilige Bewertungsportal kontaktieren und um Löschung der fragwürdigen Beiträge bitten. Einzige Gegenmaßnahmen ist die Optimierung der eigenen Produkte und Leistungen, um zum Ausgleich von anderen Kunden eine möglichst positive Einschätzung zu erhalten. Alternativ kann auch ein ausführliches Online Reputation Management Abhilfe schaffen und den Ruf nachhaltig verbessern.

Quellen: http://goo.gl/m8piuf