Mitarbeiter als Repräsentanten

Sie sind hier

Mitarbeiter, die sich voll und ganz mit dem Unternehmen identifizieren, sind für Arbeitgeber Gold wert. Warum? Zufriedene Angestellte fühlen sich nicht nur an ihrem jeweiligen Arbeitsplatz wohl und arbeiten deshalb effektiver. Doch viel wichtiger ist die Bereitschaft, lobend von der eigenen Arbeit zu erzählen. Dadurch erscheint die Reputation, also das Image des Unternehmens als vertrauenswürdig und somit positiv.

Der erste Schritt: Umdenken in der Führungsetage

Führungskräfte arbeiten entweder gar nicht daran, dass Mitarbeiter vom Unternehmen überzeugt sind oder verfolgen zu strikt eine Art Konzept zur fast zwanghaften Überzeugung. Prinzipiell sollte jedoch geklärt werden, warum die Angestellten noch nicht zu 100 Prozent überzeugt sind.

Das heißt nämlich, dass Optimierungsbedarf gibt. Daher sollten auf die gründliche Reflexion des Ist-Zustands entsprechende Veränderungen durchgeführt werden. Die Ursachenforschung und das Umdenken können zeitintensiv werden, stellen aber das Fundament für die loyale Beziehung zwischen Mitarbeiter und Unternehmen dar.

Je nach Größe des Unternehmens gibt es unterschiedlich viele Hierarchien und Aufgabenbereiche. Prinzipiell sollte das Hauptziel sein, dass alle Angestellten sich an ihrem Arbeitsplatz wohl fühlen und die Arbeitsatmosphäre gut ist. Sie sollen Wünsche, aber auch konkrete Kritik äußern können. Das bedarf aber einen vernünftigen Umgang miteinander und ehrliches Interesse aneinander, um erfolgreich voranzukommen. Sollte dies kein Ist-Zustand sein, muss gehandelt werden.

Zufriedene Mitarbeiter als Botschafter

Wer als Mitarbeiter zufrieden mit seiner Arbeit und überzeugt von dem Unternehmen ist, für das er seine Fähigkeiten einsetzt, sind glaubwürdige Botschafter für jede Firma. Diese Mitarbeiter stärken durch ihre Arbeitseinstellung und Äußerungen in der Öffentlichkeit die Reputation des Unternehmens – und das mit sehr großer Authentizität.

Für die Führungskräfte heißt das, dass sie immer als Gesprächspartner für Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Sei es für Kritik oder direkte Verbesserungsvorschläge und Ideen. Angestellte erfahren dadurch eine Wertschätzung. Der Mitarbeiter wird nicht nur auf seine Arbeitskraft reduziert und muss funktionieren, sondern wird als Person mit eigenen Gedanken respektiert und wahrgenommen.

Aber: Kein Zwang für Führungskräfte!

Führungskräfte sollten im Vorfeld von dem Plan zur Optimierung der Arbeitsatmosphäre entsprechend informiert werden. Ein ehrlicher, interessierter Umgang mit Mitarbeitern kann nicht per Anordnung erzwungen werden. Nicht jeder Abteilungsleiter verfügt per se über die notwendigen, kommunikativen Soft-Skills, die diese neue Aufgabe verlangen. Hier sollte zum einen das direkte Gespräch gesucht werden. Zum anderen können Möglichkeiten von Schulungen und Weiterbildungen aufgezeigt werden. Auch dieser Prozess verlangt Zeit und Einarbeitung.

Zufriedene Mitarbeiter – Gute Reputation

Unternehmen mit zufriedenen Angestellten weisen intern meist keine zu strengen Abläufe mehr auf. Je nach Ausrichtung können durch Maßnahmen wie flexible Arbeitszeiten oder Home Office die Work-Life-Balance positiv beeinflusst werden. Mitarbeiter danken dies nicht nur mit gesteigerter Produktivität und Engagement, sondern häufig auch in Form von unbewusster Mundpropaganda. 

Wer zufrieden ist, äußerst dies auch gerne - sei es in sozialen Netzwerken, im Bekannten- oder Freundeskreis. Mitarbeiter, die sich positiv über den Arbeitgeber äußern und hinter einem Unternehmen stehen, ziehen die Aufmerksamkeit anderer auf sich. Durch die ehrliche Meinung des Angestellten wird die öffentliche Wahrnehmung der Reputation eines Unternehmens gestärkt.