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Mobile Advertising: Atlas-Relaunch beschert Facebook Gewinne

Vor ca. einem Monat gab Facebook den Relaunch seiner Werbeplattform Atlas bekannt. Das Social Network will damit die Werbemöglichkeiten auf mobilen Endgeräten revolutionieren. Die neuen Quartalszahlen können als erste Bestätigung gelten.

Im dritten Quartal stiegen die Umsätze des Social Networks dank einer großen Nachfrage von Werbekunden um 59 Prozent und damit von 2,02 Milliarden US-$ Anfang des Jahres auf nun 3,2 Milliarden US-$. Die Erlöse liegen vor allem im Bereich der mobilen Werbung, hier stiegen die Einnahmen um ganze 66 Prozent. Hauptkonkurrent Google konnte sich auf dem mobilen Werbemarkt im vergangenen Quartal dagegen nur um 20 Prozent steigern.

Mit der neuen Werbeplattform Atlas hat Facebook tatsächlich eine Marktlücke entdeckt. Bisher wurden Daten für Online-Werbung vor allem durch Cookies ausgelesen, die User bei ihren Streifzügen durch die Suchmaschinenlandschaft hinterlassen. Was folgte, waren Werbeanzeigen auf Drittanbieterseiten, die persönlich auf den Nutzer zugeschnitten waren. Dieses Prinzip lässt sich allerdings nicht auf mobile Endgeräte übertragen, insbesondere durch die vielfältig programmierten Apps können mit Cookies nur einen Bruchteil der Informationen erfasst werden. Atlas wird dagegen von Facebook-Daten gespeist. Das soziale Netzwerk verfolgt ab dem Login alle Aktivitäten der Nutzer, auch app-übergreifend.

Werbekunden können die Aktivitäten ihrer Zielgruppen damit auch mobil besser nachvollziehen und Werbung gezielter schalten. Ob sich Atlas aber vollends als Online Marketing-Instrument etablieren wird, bleibt noch abzuwarten. Bei einer positiven Entwicklung wird wohl auch Google aktiv werden, um entscheidende Marktanteile nicht zu verlieren.

Facebooks Aktien fielen indes - trotz gestiegener Umsätze - um 11 Prozent. Schuld daran war ein Statement von David Wehner, dem Finanzchef des blauen Riesen. Er kündigte an, dass Facebook im nächsten Jahr größere Investitionen tätigen werde, um im hart umkämpften Markt des Online Marketings mithalten zu können.

Quelle: http://goo.gl/CgE4WI