OMB IPR Nachrichten

20. Oktober 2015:
Nachdem Amazon im April dieses Jahres diverse Websites verklagt hatte, die gefälschte Kundenrezensionen anboten, sind nun über tausend Verfasser von Fake-Bewertungen angeklagt. Sie sollen Amazon zufolge über die Plattform Fiverr ihre Dienste angeboten haben: Interessierte Produkthersteller und Anbieter konnten so positive Bewertungen für ihre Waren auf der amerikanischen Amazon-Seite einkaufen. Amazon fürchtet langfristig um sein Ansehen Durch diese gefälschten Kundenmeinungen leidet das Image von Amazon. User fühlen sich nicht mehr neutral informiert. Laut The Guardian beklagte sich der Online-Anbieter selbst über den Verlust an Glaubwürdigkeit, der sich durch ein solches Vorgehen ergibt. Selbst wenn es nur wenige Händler betrifft, die sich durch falsche Bewertungen Vorteile verschaffen wollen, werden letztendlich alle Händler von den potenziellen Kunden kritisch gesehen. Das Vertrauen leidet immens, in die Händler und letztendlich in Amazon als Verkaufsplattform. Die Identitäten sind schwer festzustellen Amazon benutzte Fiverr, um den Verfassern der gefälschten Reviews auf die Schliche zu kommen, indem es selbst dort Schreiber suchte. Diese fanden sich schnell, doch ist das Ausfindig machen der realen Personen nicht ganz einfach, da diese verschiedene Accounts und IP-Adressen benutzten. Die Klage konnte deshalb nur gegen Unbekannt erhoben werden. Einige weitere Anbieter wurden von Amazon aufgefordert, die Schreiber von gefälschten Bewertungen ausfindig zu...
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15. Oktober 2015:
Nachdem der Springer-Verlag vor dem Kölner Landgericht erfolglos gegen die Werbeblocker klagte, versucht er auf bild.de mit dem „BILDsmart“-Abonnement nun, den AdBlocker anderweitig zu umgehen. Für die Verlagshäuser ist es schon länger ein Graus: Für ihre lukrativen Werbekunden werden die digitalen Zeitungsangebote immer uninteressanter. Schuld daran ist der so genannte „AdBlocker“, ein vom Anbieter Eyeo entwickeltes Online-Tool, das automatisch Werbeanzeigen auf Internetseiten blockt. Einmal installiert, schaltet der AdBlocker die Anzeigen auf jeder angewählten Seite automatisch aus. Mittlerweile hat das praktische Werkzeug viele Anwender gefunden. Verlage wehren sich Den Verlagen läuft diese Entwicklung natürlich gegen den Strich: Viele Portale finanzieren sich zu großen Teilen über das Geschäft mit den Werbekunden. Wer beispielsweise das bekannte Magazin bild.de aufruft, findet neben bunten Artikel-Teasern auch zahlreiche Werbeboxen. Gerade in der bunten Bilderwelt von bild.de dürfte es manch einem auf den ersten Blick schwer fallen, zwischen journalistischen Beiträgen und Werbeanzeigen zu differenzieren. Dennoch verklagte der Springer-Verlag, der neben bild.de noch verschiedene andere Zeitschriften vertreibt, Eyeo. Der Adblocker und das so genannte „Whitelisting“-Modell, mit dem Unternehmen sich vom Adblocker quasi freikaufen können, sei, so Springer, rechtswidrig. Das Kölner Oberlandesgericht sah dies allerdings anders und wies die Klage ab. Abo statt Anzeigen...
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12. Oktober 2015:
Nicht nur das Geschäft mit den Endkunden wird zunehmend virtuell: Auch im Business-to-business-Bereich geht der Trend zu digitalen Plattformen, wie eine aktuelle Umfrage feststellt. Viele Unternehmen, die im B2B-Bereich tätig sind, wollen ihre Strategien in Zukunft stärker in der digitalen Welt ausbauen. Dies ist eines der Ergebnisse einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstitutes Vanson Bourne, die von einem kommerziellen Anbieter in Auftrag gegeben wurde. 400 E-Commerce-Entscheider wurden dafür zu ihren aktuellen Online-Strategien und Zukunftsplänen befragt. Dabei scheint sich eine Umstellung oder Erweiterung auf virtuelle Portale bisher recht positiv auszuwirken, 97% gaben an, von Strategieumstellungen der B2B-Kanäle profitiert zu haben. Ganze 98% glauben sogar, dass sich dieser Trend in Zukunft positiv auf den Sektor auswirken wird. Die Studienteilnehmer gehen davon aus, dass sich die Digitalisierung ihrer Kundenplattformen in den nächsten Jahren fortsetzt und um 13% wachsen wird. Kundenbindung Die neuen technischen Möglichkeiten erweitern auch die Art  und Weise der Kundenansprache, Datenauswertungen ermöglichen beispielsweise wesentlich individuellere Angebotsdarstellungen. Wer weiß, was seinen Kunden interessiert, kann ihm das passende Angebot zur rechten Zeit machen. 39% der Befragten wollen ihre Kundenbindungsstrategien deshalb überdenken und mit Hilfe des Datenmanagements neue Ebenen der Personalisierung erreichen. Die Top-Investitionen liegen dabei im Bereich der Cloud-basierten Services...
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08. Oktober 2015:
Mit seiner Suchfunktion in iOS 9, der jüngsten Version des Betriebssystems, bietet Apple seinen Usern jetzt schon eine interessante Alternative zu Googles Websuche. Ob in Zukunft aber mit einer eigenen „Apple Search“ zu rechnen ist, die es mit der Mutter aller Suchmaschinen aufnehmen kann, steht allerdings noch in den Sternen. Mit iOS 9 lieferte das US-Unternehmen Apple nun sein aktuellstes Update im Bereich der mobilen Betriebssysteme. Neben einer Überarbeitung der Suchassistentin Siri, einer längeren Akkulaufzeit und kleineren Optimierungen des Interface, fällt auch Apples neue Suchseite auf. Diese ist ganz einfach zu erreichen: Mit einem kurzen Wisch nach rechts erscheint das Suchfeld. Das Prinzip ähnelt dem anderer Suchmaschinen, bietet dem Nutzer durch zahlreiche Verknüpfungen aber einerseits personalisiertere und andererseits umfassendere Antworten. So greift die Funktion nicht nur auf Websites zurück, sondern bindet beispielsweise auch Apps ein. Alle Daten nutzen Die neue Apple-Suche greift auf alle gespeicherten Daten des Smartphones zurück. Bei einer Eingabe werden Informationen aus dem eigenen E-Mail-Programm oder dem Kalender ebenso einbezogen wie Inhalte aus dem World Wide Web. So können je nach Eingabe direkte Antworten, Websites, Programme und Informationen aus dem eigenen System, aber auch – und das ist neu – Inhalte aus Apps...
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06. Oktober 2015:
Ein Sieg für Datenschützer: Der Europäische Gerichtshof kippt das so genannte Safe-Harbour-Abkommen und verbietet Anbietern wie Facebook, Amazon & Co damit, die Daten ihrer Nutzer weiterhin auf amerikanischen Servern zu speichern. Es war ein langer Kampf für Max Schrems. Der junge Jurist aus Österreich misst sich seit dem Jahr 2011 mit Facebook und der irischen Datenschutzbehörde. Damals forderte er Facebook auf, ihm alle über ihn gespeicherten Daten zu übermitteln. Ganze 122 Seiten erhielt er, darunter viele Informationen, die bereits gelöscht sein sollten. Gespeichert werden die Daten auf amerikanischen Servern – aufgrund der amerikanischen Datenpolitik sah Schrems darin ein erhebliches Sicherheitsrisiko, denn US-Geheimdienste könnten ungehindert auf die Informationen zugreifen. Nachdem sich Facebook weigerte, die Daten zu entfernen, strengte Schrems eine Sammelklage gegen das Unternehmen an. Nachdem er in niederen Instanzen scheiterte, gab der Europäische Gerichtshof dem Juristen heute Recht. Safe-Harbor-Abkommen gekippt Der EuGH teilte Schrems Meinung, dass erhebliche Zweifel am Datenschutz der USA bestünde und kippte damit das so genannte „Safe-Harbor-Abkommen“, das zwischen der EU und den Vereinten Nationen besteht. Laut der Vereinbarung aus dem Jahr 2000 dürfen europäische Firmen oder Tochtergesellschaften amerikanischer Firmen, die ihren Sitz in Europa haben, selbst entscheiden, wo sie ihre Daten speichern,...
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