OMB ORM Nachrichten

30. Januar 2017:
Welche Faktoren sind ausschlaggebend dafür, dass Kunden beim Online-Shopping auf den „Kaufen“-Button klicken? Den Ergebnissen einer repräsentativen Studie des Digitalverbandes Bitkom zufolge, sind vor allem bestehende Kundenbewertungen zu den Produkten das entscheidende Kaufkriterium. Von den über 1.100 Befragten ab 14 Jahren gaben rund zwei Drittel (65 Prozent) an, Bewertungen in Online-Shops als Grundlage für ihre Kaufentscheidung zu nutzen. Damit führen sie die Rangliste der abgefragten Entscheidungshilfen mit einem überraschend großen Abstand an: Kundenbewertungen (65 Prozent) Preisvergleichsseiten wie günstiger.de und Idealo (51 Prozent) Gespräche im persönlichen Umfeld (50 Prozent) Webseiten der Händler (49 Prozent) Testberichte in den Medien (42 Prozent) „Kunden nutzen das Internet zunehmend als Informationsquelle, bevor sie auf den Kaufen-Button drücken. Unabhängige Bewertungen können ein guter Wegweiser durch die große Auswahl im Netz sein“, erklärt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Transparente Bewertungen seien nicht nur eine wichtige Kaufhilfe, sondern dienen auch dem Vertrauensgewinn bei potenziellen Neukunden und dazu, sich von der Konkurrenz abzusetzen, führt Rohleder weiter aus. Transparente Bewertungen sorgen für Vertrauen Im Einklang mit diesen Ergebnissen gaben auch rund 40 Prozent der Befragten an, dass sie weniger Vertrauen in Angebote haben, für die keine Bewertungen vorlägen. Mit rund 45 Prozent schreiben laut der Umfrage...
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07. Dezember 2016:
Dass Kunden in Online-Portalen Produkte und Dienstleistungen bewerten werden können, ist heute gang und gäbe. Wie eine aktuelle Studie von Ipsos belegt, hat das einen überzeugenden Grund: Für viele deutsche Nutzer dienen die Bewertungen als wichtigste Entscheidungsgrundlage – vier von zehn Befragten gaben an, dass sie sich basierend auf den Bewertungen für oder gegen einen Kauf entscheiden. Wie das Meinungsforschungsinstitut erklärt, gibt es jedoch von Branche zu Branche Unterschiede, inwieweit die Kundenbewertungen das Kaufverhalten beeinflussen. Insbesondere bei Elektronikgeräten sei die Relevanz hoch. 51 Prozent der Befragten gaben an, regelmäßig Produktrezensionen anderer Käufer zu lesen – in Großbritannien und Frankreich fielen die Werte mit 53 beziehungsweise 60 Prozent noch höher aus. Im Vergleich dazu scheinen Verbraucher bei Lebensmitteln weniger Wert auf eine gute Bewertung der Produkte zu legen: Nur 34 Prozent der Teilnehmer bevorzugen Händler, die Kundenrezensionen auf ihrer Seite zur Verfügung stellen, 37 Prozent gaben an, sich von den Testurteilen der Verbraucher beeinflussen zu lassen. Junge Menschen lesen besonders häufig Online-Bewertungen Wenig überraschend sind es vor allem jüngere Menschen, die regelmäßig Produktbewertungen online studieren und diese in ihre Kaufentscheidungen miteinfließen lassen: Bei den 18- bis 35-Jährigen sind es insgesamt 58 Prozent. Allerdings sind die jüngeren Online-Shopper...
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03. März 2016:
Laut einem Rechtspruch des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 01. März müssen Bewertungsportale die Angaben von Nutzern strenger kontrollieren. Im konkreten Fall hatte ein Zahnarzt gegen das Ärztebewertungsprofil jameda geklagt, dass es den Patienten zu einer negativen Bewertung (4,8 im Ganzen, davon jeweils die Note 6 für Behandlung, Aufklärung und Vertrauensverhältnis) gar nicht geben würde. jameda löschte den betreffenden Eintrag, stellte diesen nach Rücksprache mit dem Patienten jedoch wieder ein. Daraufhin wollte der Zahnarzt Belege sehen, die seine Behandlung des angeblichen Patienten beweisen würden. Nach Aussageverweigerung kam es zur Klage des Mediziners, die im Oberlandesgericht Köln zugunsten des Beklagten ausging. Der BGH entschied nun anders: Der Bewertende hat gegenüber dem Portalbetreiber den Behandlungskontakt möglichst genau zu beschreiben. Anhand von Bonusheften, Rezepten oder ähnlichen Dokumenten soll die Behandlung belegt werden – allerdings so, dass die Anonymität des Bewertenden dennoch gewahrt bleibt. Die Dokumente müssten – anonymisiert – an den Arzt selber weitergeleitet werden dürfen. Das Verfahren im Falle des Zahnarztes wurde vom BGH zurück an das Oberlandesgericht verwiesen. Dort soll nun geklärt werden, ob die erbrachten Behandlungsbeweise ausreichend waren. Was bedeutet das Urteil für jameda und andere Bewertungsportale? Wichtig ist, dass Bewertungen weiterhin anonym abgegeben werden können. Wer seine Daten im Internet preisgibt,...
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12. Februar 2016:
Seit Google im Juni 2014 begann, das durch den Europäischen Gerichtshof verlangte „Recht auf Vergessen“ umzusetzen, gab es immer wieder Kritiken. Auf der einen Seite stehen natürlich die Verfechter der Meinungsfreiheit, die fürchten, dass gesellschaftliche relevante Informationen einfach versteckt werden. Auf der anderen Seite sind es diejenigen, die mit der bisherigen Umsetzung unzufrieden sind. Aktuell ist es zwar so, dass fragwürdige Ergebnisse bei der jeweiligen Ländersuche nicht mehr angezeigt werden – das Konzept lässt sich jedoch schnell aushebeln, wenn Nutzer beispielsweise von www.google.de auf www.google.com wechseln. Unter der URL finden sich nämlich die Suchergebnisse, die amerikanische Nutzer angezeigt bekomm – für die andere Bedingungen zu Meinungsfreiheit und Datenschutz gelten. Geoblocking verhindert freie Nutzung Um diesen Fehler zu beheben, führt Google in absehbarer Zeit Geoblocking ein. Dabei erkennt die Suchmaschine, aus welchem Land der einzelne Nutzer die Dienste aufruft und zeigt ihm nur das an, was rechtlich vorgesehen ist. Geoblocking lässt sich zwar ebenfalls durch einige Tricks, wie die Verwendung eines Proxyservers, aushebeln, allerdings ist das Vorgehen für Laien ziemlich umständlich und wird vermutlich weit weniger genutzt, als ein Wechsel der Google-Domain. Unverändert bleibt dagegen die Einfachheit beziehungsweise Schwierigkeit, mit der Google Ergebnisse aus seinen Suchen entfernen lässt. Nicht...
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15. Dezember 2015:
Bereits zum zweiten Mal ist die Online-Bewertungsplattform jameda Thema am Bundesgerichtshof: In diesem Fall klagt ein Zahnarzt über eine in seinen Augen nicht gerechtfertigte negative Bewertung. Ein Patient hatte es zwar aufgrund der Rechtsunsicherheit vermieden, eine ausführliche schriftliche Einschätzung zu verfassen, die von ihm vergebenen Schulnoten sprachen jedoch Bände: Sowohl bei Behandlung und Aufklärung als auch zum Vertrauensverhältnis gab es Sechsen. Weniger harte Bewertungen anderer Patienten hoben zwar den Notendurchschnitt auf 4,8 an, ein Aushängeschild, um neue Patienten zu akquirieren, ist diese Leistung trotzdem nicht. Nach einer Beschwerde des Arztes prüfte jameda, ob der bewertende Nutzer tatsächlich in der Sprechstunde war und ließ, nach dessen positiver Rückmeldung, die Bewertung online. Jetzt verlangt der betroffene Arzt Aufklärung über die Identität des Patienten – die Wahrscheinlichkeit, dass es auf dem Rechtsweg dazu kommt, ist jedoch gering. Bereits letztes Jahr wurde ein ähnliches Anliegen durch das BGH negativ beschieden: Wenn Nutzer damit rechnen müssen, dass eine negative Bewertung unerfreuliche Konsequenzen für sie haben kann, trauen sie sich nicht mehr, offen Missstände zu thematisieren. Gegen Schmähkritik wird dennoch vorgegangen Trotzdem muss sich niemand darum sorgen, dass beliebige Online-Nutzer ungestört verleumden und beleidigen dürfen. Schmähkritik ist verboten, statt „Dieser Arzt ist ein komplett unfähig!“ braucht...
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