OMB ORM Nachrichten

01. Dezember 2015:
Für den Vertrieb von Waren und Dienstleistungen sind Online-Bewertungen schon lange essentiell: Sie können den Verbrauchern authentische Informationen über ein Produkt liefern. Sofern diese positiv ausfallen, bedeutet es auch für das Unternehmen gute Werbung. Auf jeden Fall helfen sie dabei, Aufmerksamkeit zu bekommen und geben unmittelbar Rückmeldung zu Änderungs- und Verbesserungsmöglichkeiten, wenn noch nicht alles perfekt ist. Die Bedeutung von Online-Bewertungen bestätigt einmal mehr eine Studie, in diesem Fall im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Bitkom Research ließ exakt 1.111 Online-Einkäufer ab 14 Jahre zur Rolle von Online-Bewertungen bei der Produktsuche und für Kaufentscheidungen befragen. Das Resultat: 72% von ihnen lesen Kundenbewertungen, bevor sie ein Produkt bestellen. Bei den 14- bis 29-Jährigen sind es sogar ganze 79%, aber auch ältere Internetnutzer möchten nicht auf diese Möglichkeit verzichten. Bei den 30- bis 49-Jährigen sind es daher immerhin noch 73%, in der Altersgruppe 50-64 Jahre sind es 66% und bei den Online-Einkäufern jenseits der 64 sind es 64%, die sich vor einem Kauf für die Meinungen anderer Kunden interessieren. Glaubwürdigkeit ist nach wie vor vorhanden Obwohl es in der Vergangenheit gelegentlich Skandale um gefälschte Produktbewertungen gab, ist die Glaubwürdigkeit weitestgehend noch vorhanden. Nur 13% der Befragten halten Bewertungen grundsätzlich für unglaubwürdig. Experten finden...
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13. November 2015:
Tomorrow Focus, ein Medienkonzern aus München, verkauft Ende 2015 sein erfolgreiches Ärzteempfehlungsportal Jameda an Burda Digital. In einem Bieterverfahren hatte Burda für 46,8 Millionen den Zuschlag erhalten. Eine Verbindung zwischen den beiden Verlagen gibt es schon länger: Hubert Burda Media ist Hauptaktionär bei Tomorrow Focus. Tomorrow Focus forciert Reisebereich Der Grund für die Veräußerung des 2007 gegründeten E-Health-Portals Jameda liegt in einer Neuorientierung von Tomorrow Focus. Hier soll künftig das Online-Reisegeschäft stärker fokussiert werden. Durch den Verkauf von Jameda werden nun neue Gelder verfügbar, mit denen der Reisebereich stärker ausgebaut werden kann. Mit der Umstrukturierung geht auch ein Personalwechsel einher: Georg Hesse, derzeit noch bei der Verkaufsplattform Amazon für den Bereich‚ Home Living, Home Appliances, Major Appliances und Toys zuständig, folgt auf Toon Bouten. Der Costumer-Service-Experte soll seinen neuen Posten spätestens am 01. Februar 2016 antreten. Fünf Millionen Besucher im Monat   Nach eigenen Angaben besuchen etwa 5 Millionen User monatlich das Ärzteportal Jameda im Internet Insgesamt stehen dort mehr als eine Million Bewertungen von Ärzten und deren Dienstleistung. Täglich kommen nach Aussage des Unternehmens 1500 neue Beurteilungen dazu. Die Verbraucher suchen hier einen Arzt, wollen sich über Bewertungen informieren oder selbst Beurteilungen abgeben. 40 Mitarbeiter kümmern sich im Münchner Firmensitz...
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02. Oktober 2015:
Mit der neuen App wird es möglich sein, Privatpersonen im Stile Yelps zu bewerten. Dies löst bereits vor dem Launch im November Wellen der Empörung aus. Mit einem 5-Sterne-System kann ab November 2015 jeder jeden im Internet bewerten. Gängig ist dieses Bewertungssystem bereits auf der Plattform Yelp, auf der Hotels, Restaurants oder anderen kommerziellen Anbieter bewertet werden können. Peeple will das Verfahren auf Privatpersonen übertragen. Viele haben nun vor allem vor einem Missbrauch und Mobbing-Attacken Angst.  Schlechte Bewertungen können nicht gelöscht werden Die App wurde von zwei Kanadierinnen entworfen, die, laut eigener Aussage, ganz praktische Ziele damit verfolgen: So soll man beispielsweise bei der Auswahl eines geeigneten Babysitters durch die App die Chance erhalten, sich vorab einen ersten Eindruck über die Person zu verschaffen. Bewertet werden kann prinzipiell jeder, um eine Kritik zu veröffentlichen, ist nur ein Facebook-Account und die Handynummer der Person von Nöten, die bewertet werden soll. Wie auch bei Yelp können die Betroffenen die Kritik nicht verhindern. Schlechte Bewertungen werden zwar erst nach 24 Stunden freigeschalten und sollen dem Bewerteten die Chance geben, das Problem zu klären, lassen sich danach aber nicht mehr löschen. Positive Bewertungen sollen den Gründerinnen zufolge sofort online gehen. Wie üblich werden rassistische...
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11. September 2015:
Das Oberlandesgericht Celle entschied in einem aktuelle Fall: Müssen Inhalte aus dem Internet getilgt werden, zählen nicht nur einzelne Webseiten, sondern auch Google. Viele kennen das Problem: Veraltete, unwahre oder anderweitig unvorteilhafte Äußerungen, Bilder und Videos schaffen es schnell in’s Internet. Kontrollieren kann man den Zufluss selbst kaum, fremde Personen haben oftmals freies Spiel, Webseitenbetreiber reagieren meist schwerfällig auf entsprechende Anfragen. In einigen Fällen klagen Betroffene und können so eine Löschung erwirken. Allerdings verschwinden die Informationen nicht sofort aus dem Internet, wenn man sie von einer Webseite entfernt. Über Google bleiben viele Inhalte noch bestehen, weil sie im so genannten Cache gespeichert sind, einer Art Ablage, die Einträge sammelt, um sie für weitere Suchanfragen zur Verfügung stellen zu können. OLG entscheidet: Google-Cache muss gelöscht werden Im Fall einer Wohnungseigentümerin in Niedersachsen entscheid das Oberlandesgericht nun, dass die zu entfernenden Einträge auch aus Google gelöscht werden müssen. Eine Wohnungseigentümerin hatte einen Verein verklagt, weil dieser ihre Ferienwohnung über seine Vereinswebseite beworben hatte. Weil die Eigentümerin allerdings nicht mit dem Verein in Verbindung gebracht werden wollte, musste dieser den Eintrag entfernen. Das Urteil erstreckte sich allerdings nicht auf Google, sodass die Ferienwohnung auch nach dem Löschen weiterhin über...
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17. August 2015:
Das Bewertungsportal Yelp steht immer wieder im Verdacht, sein Anzeigengeschäft mit unlauteren Methoden voranzubringen. In einem Dokumentarfilm kommen betroffen Unternehmer nun selbst zur Wort. Es schien zunächst eine praktische Erfindung für das digitale Zeitalter: Statt sich nur auf Empfehlungen von Freunden oder Bekannten zu verlassen oder Dienstleistungen und Produkte „blind“ zu testen, erschienen immer mehr Plattformen auf der virtuellen Bildfläche, die Empfehlungen übersichtlich bündelten. Schnell wuchs das Ganze zu einem wahren Bewertungswahn – Restaurants, Bars, Urlaube, technische Produkte oder sogar Ärzte – nichts bleibt heute unbewertet, zu nahezu jeder Leistung gibt es ein entsprechendes Referenzsystem. Yelp profitiert Plattformen wie Yelp oder Tripadvisor erfreuten sich also schnell wachsender Beliebtheit. Viele generierten daraus ein Anzeigengeschäft. Das Argument: Wer auf der Suche nach Dienstleistungen wie bspw. einem Restaurant für den Abend ist oder sein bereits gewähltes Ziel auf Qualität überprüfen will, findet sich ohnehin in den Bewertungsportalen wieder. Die Zielgruppe für Pizza, Pasta oder andere kulinarischen Genüsse, Hotels und mehr sei damit verdichtet, Anzeigen machten hier mehr Sinn als anderswo. Das Geschäft läuft gut, gerade Yelp fährt dadurch deutliche Gewinne ein. Kunden scheinen dagegen ganz unterschiedliche Erfahrungen mit den Werbeanzeigen zu machen. Der Fall "Botto Bistro" Da...
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