OMB ORM Nachrichten

26. Juni 2015:
Schon seit geraumer Zeit versucht Yelp, gegen gefälschte Bewertungen vorzugehen. Nun bestraft das Portal Betrugsversuche noch härter. Als Anbieter von Produkten oder Dienstleistungen hat man es heute nicht leicht: Bevor Kunden ein Angebot in Anspruch nehmen, gehen sie immer öfter online und recherchieren bei Google und anderen Plattformen nach Bewertungen. Große Portale wie Yelp bieten sich hier besonders an, sie bereiten dem User die Einträge mundgerecht auf und heben die Bewertungen erfahrener Nutzer bspw. stärker hervor. Entsprechend sind Geschäftsinhaber bemüht, viele positive Einträge auf genau diesen Plattformen zu erhalten. Viele bitten ihre Kunden, kein kurzes Statement zu verfassen, wenn sie mit der Leistung zufrieden waren, einige schwarze Schafe sorgen allerdings auch ohne das Zutun des Kunden für positive Rückmeldungen. Angeprangert Immer mehr Anbieter, die gegen einen oftmals nicht geringen Obolus versprechen, für die nötigen Bewertungen zu sorgen, tummeln sich mittlerweile auf dem Markt. Yelp will nun stärker gegen diese „Fake-Bewertungen“ vorgehen und Einträge markieren, bei denen es einen begründeten Fälschungsverdacht gibt. Im Local Search Forum findet man ein solches Beispiel: In einer rot umrandeten Box wird der „Consumer Alert“ zur betreffenden Bewertung angezeigt. Innerhalb der Box kann man auf den Button „Show me Evidence (Zeig...
mehr
15. Juni 2015:
Die französische Datenschutzbehörde CNIL forderte Google am 12. Juni 2015 auf, das sogenannte „Recht auf Vergessenwerden“ global und uneingeschränkt umzusetzen, d. h. die per Antrag aus den SERPs (engl. search engine result pages = Suchergebnisseiten) gelöschten Einträge nicht nur innerhalb der europäischen Union, sondern weltweit zu entfernen. Derzeit werden die per Löschantrag entfernten Inhalte lediglich innerhalb der Europäischen Union auf europäischen Google-Seiten wie Google.de oder Google.fr ausgeblendet, sind jedoch weiterhin außerhalb der EU sowie unter Google.com sichtbar.   Sollte Google Inc. die von der CNIL gesetzte 15-tägige Frist nicht umsetzen, werde man sich an französische Behörden zur Sanktionierung für Datenschutzverstöße wenden, teilte man von offizieller Seite mit.    Hintergrund zum Urteil des EuGH: Am 13. April 2014 entschied der Europäische Gerichtshof, dass digitale Informationen mit Personenbezug einem Recht auf Vergessenwerden (engl. Right to be forgotten) unterliegen. Somit haben Privatpersonen ein uneingeschränktes Recht auf Löschung alter oder nicht mehr relevanter Informationen, während Personen des öffentlichen Lebens nachweisen müssen, dass es sich nicht um Informationen handelt, welche dem öffentlichen Recht auf Zugang der Informationen unterliegen. Suchmaschinen gelten somit nicht mehr ausschließlich als Transporteure von Inhalten sondern als Datenverarbeiter, welche für die verbreiteten Inhalte mitverantwortlich sind.    Wussten Sie bereits? Für seine Kunden und...
mehr
13. April 2015:
Auch bei Maps, dem Kartendienst von Google, gibt es bekanntlich die Möglichkeit, Locations zu bewerten. Wer beispielsweise gerade nach einem Hotel in einem bestimmten Stadtteil sucht, erfährt gleich auch, wie andere Gäste den Aufenthalt dort fanden. Für die User von Google Maps ist das natürlich äußerst praktisch, müssen sie nicht extra auf Bewertungsportale wie Yelp wechseln, um zu erfahren, was genau sie vor Ort erwartet. Auch Ladenbesitzer, Gastwirte und Ärzte können von den Empfehlungen im Netz profitieren – sofern es sich dabei tatsächlich um Empfehlungen und nicht um Warnungen handelt. Für den Anbieter einer Bewertungsfunktion ist das Ganze oft ein wenig kritisch. Da er, unabhängig von der eigenen Personalstärke, nicht jedes Café und jede Apotheke kennen kann, muss er sich auf die Richtigkeit der Bewertungen verlassen. In den meisten Fällen stimmt die Einschätzung der User sicherlich mit der Lage vor Ort überein. Nicht gerade selten kommt es aber auch zum Missbrauch der Bewertungsfunktion: Mitbewerber bewerten unter Synonym negativ, (zu Unrecht) unzufriedene Ex-Mitarbeiter lassen ihren Frust aus – für die Reputation eines Unternehmens hat so etwas Folgen. Negative Bewertungen verschwinden selten Von einem japanischen Gericht wurde Google jetzt dazu gezwungen, zwei negative Bewertungen für ein Krankenhaus zu entfernen. Die Bewertungen verstießen...
mehr
09. Februar 2015:
Ein Gynäkologe verklagte das Bewertungsportal Jameda auf Löschung seiner Daten und verlor. Schlechte Bewertungen aus dem Internet zu löschen – egal ob gerechtfertigt oder nicht – bleibt damit eine schwierige Angelegenheit. Online-Bewertungen erfolgen schnell Durch Zufall erfuhr der Kläger, der eine gynäkologische Praxis betreibt, dass von ihm ein Profil auf der Online-Plattform Jameda existiert. Zunächst einmal ergeben sich daraus Vorteile, denn Jameda ist neben Google heute eine bewährte Möglichkeit für Patienten, medizinische Leistungen zu finden. Gleichzeitig können Patienten hier aber auch Bewertungen vornehmen – und zwar ungehindert. Jameda verbietet Beleidigungen, beschränkt die Funktion darüber hinaus aber nicht. Erhält ein Arzt oder eine Klinik eine schlechte Bewertung, kann er – außer einem eigenen Statement – nichts dagegen tun. Die Folgen können verheerend sein: Patienten bleiben aus, Umsätze fallen drastisch. Auf Anfrage löscht Jameda die Einträge allerdings nicht und argumentiert mit der Aufrechterhaltung der Meinungsfreiheit. Datennutzung für Jameda erlaubt Ein Urteil des BGH bestätigte dieses Vorgehen nun. Der Kläger wollte sein Profil von Jameda entfernen lassen und berief sich auf die ungerechtfertigte Nutzung und dauerhafte Speicherung seiner Daten. Die Übermittlung dieser Daten an die Portalnutzer erklärte das Gericht aber für zulässig, da dies die vordergründige Aufgabe der Plattform sei und dem Geschäftsbereich...
mehr
16. Januar 2015:
Sie hat die Debatte um Negativeinträge bei Google & Co. maßgeblich ins Rollen gebracht: Die ehemalige First Lady verklagte Google wegen 43 Wortkombinationen seiner Autocomplete-Funktion und hat sich nun mit dem Internetkonzern außergerichtlich geeinigt. WULFF KLAGTE 2012 Die Frau des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff hatte Google bereits 2012 verklagt, weil die Suchmaschine des Unternehmens Begriffe wie „Prostituierte“ oder „Rotlichtvergangenheit“ als Suchvervollständigung anbot. Insgesamt 43 problematische Kombinationen kamen damals bei einer Suche zustande. Die sogenannte Google Autocomplete- oder Google Suggest-Funktion ist ein Services den der Konzern seit 2009 als Suchhilfe anbietet. Hier werden dem Nutzer Suchvorschläge gemacht, die sich an beliebten Suchbegriffen orientieren: Google „vervollständigt“ Wortgruppen aber auch einzelne Wörter. So ruft bereits ein eigegebener Präfix Komplettierungsvorschläge im Suchfeld auf. BGH: VERLETZUNG DER PERSÖNLICHKEITSRECHTE Die Folgen können verheerend sein, werden mit durch dieses Verfahren Nutzer gerade auf bestimmte Inhalte gelenkt, was „wahr“ ist oder nicht, prüft Google selbstverständlich bei den riesigen Datenmengen, die jeden Tag indexiert werden, nicht oder nur oberflächlich. Der Bundesgerichtshof kam 2013 bereits im Fall eines Unternehmers zu dem Urteil, dass dessen Persönlichkeitsrechte durch Google verletzt wurden. Der Internetriese musste die Vervollständigungen „Scientology“ und „Betrug“, die es in Kombination zum Namen des Industriellen anbot, entfernen. MEHR VERANTWORTUNG FÜR...
mehr

Seiten

Facebook