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Offener Brief: Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner kritisiert „Allmacht“ Googles

In einem offenen Brief an den Google-Vorstandsvorsitzenden Eric Schmidt beschreibt Mathias Döpfner in der FAZ seine düstere Einschätzung des Google-Imperiums. Als größtes, vom Kartellamt als marktherrschend bezeichnetes deutsches Verlagshaus mit 9% Marktanteil in der Printwerbung bezeichnet er seinen Verlag dennoch als „David“ gegenüber dem Internetriesen Google. Sein Unternehmen sei abhängig von Google, da es unter den Suchmaschinen keine Alternative zur Sicherung oder Steigerung der Online-Reichweite gebe. Dies sei auch für andere Verlagshäuser der Fall. Google hingegen sei nicht umgekehrt abhängig von einem Haus wie Axel Springer oder anderen Medienhäusern. Wie Döpfner beschreibt, baut Google seine Herrschaft durch kontinuierliche Einkäufe von Unternehmen in anderen einflussreichen Bereichen - wie dem Kauf von Haustechnik-Hersteller Nest und dem Drohnenhersteller Titan AeroSpace - aus.

Döpfner kritisiert hierbei vor allem die EU-Kommission, die gegen das globale Netzmonopol Google seiner Meinung nach nicht nachdrücklich genug vorgeht. Er schlägt Eric Schmidt vor, Algorithmus-Änderungen transparenter offenzulegen, die Suchergebnisse in Google nach klaren quantitativen Kriterien zu listen und Kundendaten nur dann zu speichern und zu nutzen, wenn dies vom Kunden selbst so gewünscht wird.

Der offene Brief ist eine Antwort auf einen Artikel von Eric Schmidt in der FAZ, in dem er die Chancen von Google und die Partnerschaft mit dem Axel Springer-Verlag beschreibt. Dieser Beitrag wiederum war eine Antwort auf einen googlekritischen Bericht in der FAZ mit dem Titel „Angst vor Google“.

Hier der vollständige offene Brief Döpfners: http://goo.gl/jrX0Jm