Online Reputation Management für die Politik

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Eine Lüge verbreitet sich auf der ganzen Welt bevor die Wahrheit eine Chance hat, auch nur auf die Beine zu kommen" Winston Churchill

Wie für Wirtschaftsunternehmen, gilt längst auch in der politischen Sphäre: Die Kauf- bzw. Wahlentscheidung der Konsumenten und Bürger wird zunehmend vom Faktor Internet Reputation bestimmt. Ganz konkret von der Qualität und Sichtbarkeit eigener Onlinepräsenzen, vor allem aber auch von Inhalten, Meinungen und Kritiken, die beim freien Meinungsaustausch in den Social Media generiert und weiterverbreitet werden. Was Wähler, Mitglieder, politisch Interessierte, aber auch Blogger und Fachredakteure diskutieren und wie sie welche Meinung artikulieren, kann für den Erfolg einer Partei, eines einzelnen Politikers, aber auch für Verbände und Initiativen mitentscheidend sein. Gerüchte, vorsätzliche Falschbehauptungen, die anonym in Foren und Blogs veröffentlicht werden, Details aus dem Privatleben, aber auch von langer Hand geplante und organisierte Negativkampagnen politischer Gegner stellen die Integrität einer Partei oder Person nicht selten massiv in Frage.

Welchen Einfluss das Internet auf die politische Meinungsbildung hat, belegte bereits 2009 eine Studie von Fittkau & Maaß. Rund zwei Drittel der Bürger gaben an, auf das Internet als Recherchemedium zurückzugreifen, wenn sie sich über Politik informieren wollen. Viele klassische Medien wie zum Beispiel Printmagazine oder das Radio erreichen in der Umfrage niedrigere Werte.

Umfrage: Internet als Informationsmedium zum Thema Politik? (Quelle: Fittkau & Maaß 2009)

 

 

Reputationsrisiko Internet - Gefahrenszenarien im Überblick

Doch mit welchen Risiken müssen Parteien, Politiker und Verbände überhaupt rechnen - und welche Konsequenzen erwachsen aus einer beschädigten Online Reputation für Parteien, Politiker, Verbände und andere Organisationen?

Die typischen Folgen einer beschädigten Online Reputation können drastisch sein:

  • Nachlassender Zuspruch bei Wählern und Anhängern
  • Wahlerfolge bleiben dauerhaft aus
  • Spendengeber und Förderer distanzieren sich
  • Werbepartner und Sponsoren kündigen Verträge
  • Massen- und Printmedien übernehmen rufschädigende Internetinhalte
  • Vertrauen in handelnde Personen bleibt nachhaltig geschädigt
  • Mitgliederschwund

Political Reputation Management - agieren und reagieren

Wie können Organisationen Gefahren für ihre Integrität und Vertrauenswürdigkeit im Vorfeld erkennen und ihre Online Reputation schützen? Das Essentielle im Political Reputation Management besteht vor allem darin, frühzeitig die Initiative im Netz zu ergreifen, den eigenen Onlineauftritt systematisch für die Erfordernisse der Suchmaschinen zu optimieren, durch Kommunikation motivierend auf Anhänger bzw. Multiplikatoren zu wirken, und auf kritische bzw. rufschädigende Internetinhalte unmittelbar und adäquat zu reagieren. Richtig konzipiert und konsequent angewandt, wird das Political Reputation Management dafür sorgen, dass das Onlineimage trotzt digitaler Imagekrisen geschützt bleibt und Internetnutzer im Netz ohne Umwege die Informationen finden, die sie suchen und, die mit dem Selbstverständnis bzw. der Zielsetzung von Parteien und Politikern identisch sind.

Onlineprofil schärfen - Reputation wirksam verteidigen

Welche Instrumente kommen beim Political Reputation Management zum Einsatz? Grundsätzlich operiert das politische Reputationsmanagement auf vier zentralen Handlungsfeldern:

1. Optimierung bestehender Internetpräsenzen

Die Homepage, aber auch eigene Blogs und Networkprofile müssen für den digitalen Meinungsstreit ausgebaut und professionalisiert werden. Die systematische Aktualisierung mit hochwertigem, für die Zielgruppe interessantem Content ist entscheidend - ebenso wie die Suchmaschinenoptimierung vorhandener Seiten. Denn eigene PR, die in den Suchmaschinen nicht oder kaum sichtbar ist, verfehlt ihr Ziel. Deswegen gilt: Mit erstklassigen Rankings eigener Seiten in den Top 10 der Google-Suchergebnisse ist ein wichtiger Schritt in Sachen präventiver Reputationspflege getan.

2. Kontinuierliches Monitoring

Nur wer die tagesaktuelle Situation in Politikforen, Blogs, Social Networks und Newsportalen kennt, kann zeitnah regieren und Rufschädigung mit zielgenauen PR-Techniken begegnen. Deswegen zählt das Monitoring und die Problemanalyse (wer kritisiert? - was wird kritisiert? etc.) zu den wichtigsten Maßnahmen im Political Reputation Management.

3. Onlinepressearbeit und Themenwebseiten

Mit klassischer Onlinepressearbeit können politische Themen und Kernaussagen jederzeit dort platziert werden, wo sie maximal sichtbar sind: in den Newsportalen und den Nachrichtenbereichen der Suchmaschinen. Auf diese Weise treten Parteien und Organisationen aktiv in Konkurrenz mit kritischen und rufschädigenden Seiten ein, lenken Traffic auf eigene Internetauftritte und liefern politisch interessierten Nutzern das, was sie wirklich suchen: aussagekräftigen, offiziell publizierten Content mit hoher Aktualität. Strikte Suchmaschinenoptimierung (SEO) verstärkt diese Effekte.

4. Social Media

Die großen Social Networks sind wie geschaffen für die politische Meinungsbildung und den Aufbau einer digitalen Community. Kaum eine Partei, Stiftung oder namhafte Organisation kommt schon heute ohne ein offizielles Profil auf Facebook oder Google+ aus. Warum die Netzwerke für das Parteienmarketing nützlich sind, leuchtet ein: Wer als Bürger Kritik äußern möchte oder klare Antworten von Politikern fordert, soll dies auf den offiziellen Netzwerkprofilen tun - hier erhält er die Informationen, die er braucht, aus erster Hand, statt aus anonymen Foren oder Blogs. Damit bleibt die politische Debatte steuer- und moderierbar, Gerüchte, Vorwürfe und Unklarheiten lösen sich im Dialog mit den Fans auf, die Reputation steigt - Social-Media-Kompetenz vorausgesetzt. Diese Interaktivität honorieren auch die Suchmaschinen mit erstklassigen Platzierungen.