Online Reputation Management für Personen

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Das Internet ist längst das Recherchemedium Nummer 1 für Konsumenten, Journalisten, aber auch für Geschäftspartner, Arbeitgeber und Personalverantwortliche. Eine aktuelle Studie der Hamburger Marktforscher von Aris belegt zum Beispiel, dass sich rund 52 Prozent der Personaler vorab online über Bewerber informieren. Den Spitzenplatz belegen dabei die Suchmaschinen, die von 49 Prozent genutzt werden. Die Recherche in Karriere- und Businessnetzwerken wie XING oder LinkedIn kommt im Vergleich dazu nur auf 21 Prozent. 

Diese Zahlen verdeutlichen: Das ganz persönliche Internetimage kann sich als Karriereturbo erweisen, aber auch als Hindernis für die berufliche Laufbahn. Wer in Google als hochqualifizierte Fachkraft sichtbar ist und nicht mit Personen gleichen Namens verwechselt werden kann, der hat deutlich bessere Job- und Karriereperspektiven als Mitbewerber. Eine starke Onlinepräsenz schützt präventiv vor späteren Negativeinträgen, die sich eventuell mit dem eigenen Namen verbinden.

Doch was tun, wenn Jugendsünden, unbedachte Foren- und Blog-Postings, aber auch vorsätzliche Rufschädigungen durch Feinde und ehemalige Kollegen die Reputation belasten? Die Lösung im Falle persönlicher Imagekrisen lautet: Online Reputation Management. Eine persönliche Reputationskampagne umfasst eine Vielzahl von Methoden, die beim Schutz der Reputation und der Schaffung einer karrierefördernden Onlineidentität gebraucht werden.

Wege zum erfolgreichen Online Reputation Management für Personen

Personenbezogene Image-PR funktioniert nicht wesentlich anders als Unternehmens-PR - die Methoden, Ziele und Erfolgsfaktoren sind bekannt: Monitoring der Ist-Situation, Entwicklung individuell angepasster Lösungskonzepte, Realisierung von Imagemaßnahmen über mehrere Online-Channels, kontinuierliche Erfolgsauswertung. Doch im Internet gilt: Nur wenn strikt systematisch und suchmaschinenspezifisch vorgegangen wird, erreicht die persönliche Reputationskampagne ihr Ziel. Grundsätzlich gliedert sich das Personal Reputation Management in drei Phasen:

Phase 1: Monitoring

Welche Einträge belasten das persönliche Erscheinungsbild im Netz und wie sichtbar sind diese in den Suchmaschinen? Haben die Einträge eine inhaltliche Grundlage, sind sie auf mangelnde eigene Vorsicht bzw. Fehlleistungen zurückzuführen oder handelt es sich schlicht um üble Nachrede? Bestehen zudem Einträge, die nicht falsch, aber überholt sind? Eine genaue Erfassung der Ausgangslage ist für eine persönliche Imagekampagne unerlässlich, denn an ihr orientiert sich im nächsten Schritt die konkrete Zielbestimmung.

Phase 2: Kampagnenkonzeption

Ist die Ist-Situation bekannt, müssen zunächst Prioritäten gesetzt werden: Welche Einträge sind besonders schädlich für das eigene Image und von welchen Zugriffszahlen ist auszugehen? Sobald die Problemeinträge priorisiert werden konnten, gilt es, die tatsächliche gewünschte Identität der Person zu definieren: Welche Kompetenzen, biographischen Details und Informationen zur Persönlichkeit (geschäftlich und privat) sollen aktiv kommuniziert werden? In nächsten Schritt erfolgt die konkrete Kampagnengestaltung, dazu gehören die Ermittlung von geeigneten Internetkommunikationskanälen und die inhaltliche Vorplanung auf Basis der digitalen Identität. Es gilt, die Initiative im Meinungskampf um die eigene Person zurückzugewinnen, dabei aber stets zielgenau zu agieren, um in den Suchmaschinen sichtbar zu werden.

Phase 3: Realisierung

Die Auswahl der Werkzeuge für eine persönliche Imagekampagne hängt von der Imagezielvorstellung, der bestehenden Problemlage, aber auch vom verfügbaren PR-Budget ab. Hocheffektiv ist vor allem ein intensives Engagement in der Sphäre der Social Media: Mit aktiv geführten, contentstarken Profilen auf Facebook, Google+, Xing, LinkedIn und einem eigenen Kanal auf Videoportalen wie YouTube ist ein wichtiger Handlungsfreiraum erschlossen. Die Google-Ergebnisse belegen die Fortschritte, die sich damit in Sachen privater Imagepflege erzielen lassen, meist bereits nach kurzer Zeit. Ein persönlicher Blog zu Fachthemen hilft ebenfalls dabei eigene Kompetenzen zu veranschaulichen, an Glaubwürdigkeit in der digitalen Welt zu gewinnen und Negativeinträge zu verdrängen. PR-Interviews, freie Pressearbeit in eigener Sache, aber auch die direkte Kontaktaufnahme mit Fachredaktionen lohnen sich meist als flankierende Maßnahmen. Kontinuierliches Monitoring verschafft zugleich einen Überblick über die Ergebnisse der Kampagne und liefert Daten für die Feinjustierung der Kampagnenstruktur und -schwerpunktsetzung.