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Online-Werbung: Facebook kämpft gegen Adblocker an

Facebook geht nun noch strikter gegen Adblocker – also Browser-Erweiterungen, mit denen man Werbung ausblenden kann – vor, gibt seinen Nutzern jedoch gleichzeitig die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, welche Art von Werbung sie auf Facebook sehen wollen.

Werbung finanziert Qualität

Usern, die einen Adblocker nutzen, wird auf Facebook jetzt trotzdem Werbung angezeigt. Da Werbeeinnahmen die Hauptumsatzquelle des von Marc Zuckerberg gegründeten Unternehmens ist, verwundert es nicht, dass das soziale Netzwerk streng gegen das Filtern der Werbeanzeigen vorgeht. Facebook-Manager, Andrew Bosworth, hat die Entscheidung in einem detaillierten Blog-Eintrag jedoch auch mit dem Mehrwert, die Werbung für die Internet-User hat, begründet: „Werbeanzeigen unterstützen unsere Mission, Menschen die Möglichkeit zu geben, Inhalte zu teilen und die Welt offener zu gestalten und sie zu vernetzen", so Bosworth. Er führt diese These in seinem Text weiter aus und argumentiert, dass ohne die Unterstützung von Werbeanzeigen das Geld fehle, mit dem sich etwa der Journalismus – oder auch Facebook – finanzieren.

Gute Werbung vs. Schlechte Werbung

Dennoch hat Facebook eine klare Definition, welche Art von Werbung auf dem sozialen Netzwerk akzeptabel ist und welche nicht: „Wir alle kennen viele schlechte Werbeanzeigen: Werbeanzeigen, die Inhalte, die wir lesen möchten, verdecken, Werbeanzeigen, die die Ladezeiten verlängern, oder Werbeanzeigen, die uns Dinge verkaufen wollen, die uns nicht interessieren. Schlechte Werbeanzeigen unterbrechen unser Online-Erlebnis und verschwenden unsere Zeit“, erklärt Bosworth.

Facebook verzichtet generell auf Pop-Ups und andere störende Werbeformate, die auf vielen anderen Webseiten zur Norm zählen. Zudem verzichtet das Unternehmen auf fremde Ad-Server, die schädliche Programme weiterleiten könnten. Darüber hinaus gibt das soziale Netzwerk seinen Usern nun die Option, die Einstellungen für Werbeanzeigen in ihrem persönlichen Feed sehr viel selbstständiger zu gestalten: Werbung zu bestimmten Themen und Produkten kann nun komplett ausgeblendet werden.

Die Betreiber diverser Adblocker-Apps zeigen sich davon jedoch wenig begeistert und haben sich schnell damit gebrüstet, die Software von Facebook umgehen zu können. Es bleibt abzuwarten, wie das Unternehmen reagiert.

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