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Schlägt Google Wikipedia?

Wikipedia verliert seit dem Frühjahr 2015 deutlich an Besuchern. Verdrängen die neuen Knowledge-Beiträge von Google den Wissensgiganten bald?

Sucht man im Web nach Informationen, landet man in der Regel unweigerlich in der Freien Enzyklopädie Wikipedia. Kaum ein anderes digitales Lexikon hat so viele Besucher wie dieses Wissensnetzwerk. Jeden Tag sorgen User aus aller Welt dafür, dass neue Informationen auf die Plattform gelangen. Die Inhalte bei Wikipedia sind deshalb umstritten, aber für viele dennoch ein beliebter Anlaufpunkt, wenn es darum geht, erste Informationen zu einer Person oder Thematik zu erhalten.

Traffic-Verluste

Seit dem Frühjahr 2015 büßt das bekannte Portal nun allerdings deutlich Besucher ein. Von April bis Juni 2015 soll Wikipedia 250 Visits (Besuche) über die Suchmaschine von Google verloren haben. Innerhalb von 5 Monaten seien es sogar 550 Millionen gewesen, ganze 20% im Vergleich zu älteren Analysen, berichtet der Analytics-Anbieter Similar Web. Wikipedia-Gründer Jimmy Wales ließ nun verlauten, dass es sich dabei um einen plötzlichen Traffic-Absturz von Google handle. Gleichzeitig gab er zu, dass der stetige Besucherverlust durch Google bekannt sei.

Allrounder Google

Gründe für den Verlust dürften sowohl im letzten Panda Update Googles, das Seiteninhalte bewertet, als auch in den alternativen Angeboten des Suchmaschinenbetreibers selbst liegen. So bietet der US-Konzern mit dem Google Knowledge Graph mittlerweile eine eigene Wissensplattform an. Diese wird parallel zu den organischen, d.h. nicht bezahlten Suchergebnissen ausgespielt. Gerade wer nach kurzen, übersichtlichen Informationen wie Jahreszahlen, Namen oder anderen basalen Informationen sucht, muss die Suchmaschine so kaum noch verlassen.

                                               

Mit Inhalten punkten

Der Vorstoß von Google zeigt, dass der Konzern nicht nur durch stetige Updates Webinhalte für User besser strukturieren, sondern diese am besten gleich selbst bedienen will. Das Allround-Unternehmen Google (nun Alphabet) wird damit immer mehr zum Kontrahenten, wen es darum geht, kompakte und interessante Informationen bereitzustellen. Gleichzeitig darf der Suchmaschinenbetreiber sich das Geschäft mit den Werbekunden, die AdWords (tauchen als bezahlte Anzeigen am Rande der Suchergebnisse auf) nicht verscherzen. Gerade für Shoppinglösungen wird Google deshalb eher Tools und neue Plattformen vorstellen. Vor allem im organischen Suchbereich gilt aber: Nur wer Spannendes bietet, punktet. Im Kampf um Klicks und Besuche sollte man deshalb auch die knappen Google Knowledge-Anzeigen berücksichtigen und Strategien entwickeln, die User zum Wechsel auf die eigene Seite bewegen. Wichtig sind so auch die so genannten Descriptions, die direkt unter dem Webseitentitel angezeigt werden und Nutzern den Besuch der Website schmackhaft machen können.

Quelle

http://goo.gl/wkcxem