Off-Site-Optimierung

Sie sind hier

Heute bedeutet Off-Site-Optimierung längst mehr als nur die quantitative Maximierung eingehender Links. Deren Zahl ist und bleibt zwar nach wie vor ein wichtiger Faktor für die Bestimmung des Rankings in den Suchmaschinen, doch der Trend weist nach mehreren Google-Updates ganz klar in eine Richtung: Wer mit Shopseiten oder einem anderen Unternehmensauftritt in den Search Engine Result Pages maximal sichtbar sein will, ist im Off-Site-Bereich vor allem auf qualitativ hochwertige Linkquellen und natürliches Linkbuilding - in klassischen Onlinemedien, aber immer stärker auch in den Social Media - angewiesen.

Konstant hoch bleibt in jedem Fall das Gewicht, dass den Off-Site-Faktoren für PageRank und Google-Ranking beigemessen wird. Das belegt zum Beispiel ein Survey von SEOmoz.org unter 72 SEO-Experten, die nach der Relevanz der diversen On-Site- und Off-Site-Faktoren für die Google-Algorithmen befragt wurden. Die Off-Site-Faktoren Linkpopularität, Gestaltung der eingehenden Links (Ankertexte etc.), Host- und Trustdaten etc. summieren sich in der Umfrage auf rund 73 Prozent. Damit ist klar, dass intelligentes Linkbuilding und andere Off-Site-Aktivitäten weit mehr als nur Ergänzungen der On-Site-Maßnahmen sind.

Off-Site- und On-Site-Faktoren im Vergleich: „Components of Google's Ranking Algorithm" (Quelle: seomoz.org)

 

 

Off-Site-Optimierung - worauf kommt es an?

Hochwertige Linkquellen lassen sich für jede Branche und jedes Geschäftsmodell identifizieren und nutzen - professionelle Dienstleister recherchieren daher im Vorfeld einer SEO-Kampagne gründlich nach thematisch passenden, seriösen und linkstarken Blogs, Onlinezeitungen und anderen Internetmedien sowie nach Möglichkeiten, PR-Materialien, aber auch Fachartikel als Linkbaits auf externen Internetseiten zu platzieren. Wichtig ist in jedem Fall: Beim modernen Linkbuilding kommt es auf eine glaubwürdige Mischung typischer Blogquellen (Blogs, Portale, Kataloge etc.) und Linktypen (Follow-/Nofollow-Links, Deeplinks etc.) an - und darauf, Links systematisch und stetig über Monate und Jahre aufzubauen. Mit kurzfristigen Backlinkkampagnen und einer Fokussierung auf die berüchtigten Kauflinks sind heute kaum noch Erfolge zu erzielen. Die Steigerung der Backlinkpopularität muss als kontinuierlicher Prozess angegangen werden, der auch auf die Updates der Suchalgorithmen dynamisch reagiert.

Die einschlägigen Maßnahmen für das aktive Linkbuilding sind bekannt:

  • Suchmaschinenregistrierung: Früher oder später liest Google jede neue Internetseite aus - wer seine Website aber zum Start manuell für die Indexierung einträgt, gewinnt unter Umständen einen Zeitvorteil
  • Branchen- und Webkataloge: Der Wert von Links aus Firmenkatalogen ist höchst unterschiedlich, Einträge in spezialisierten Verzeichnissen können meist einen sinnvollen Beitrag zum Backlinkaufbau leisten
  • Onlinezeitungen: High-Authority-Websites wie renommierte Internetmagazine sind begehrte, aber anspruchsvolle Linkpartner - die Voraussetzung sind professionelle Gastfachartikel oder -kommentare, die dem Leser einen Mehrwert bieten und virale Effekte auslösen können
  • Social Networks und Blogs: Unternehmen, die in den Social Media aktiv und überzeugend agieren, werten auch die klassische Firmenhomepage oder den Onlineshop backlinktechnisch auf
  • Social Media Optimization (SMO): Internetseiten, die von Besuchern kommentiert und weiterempfohlen werden können - über Bookmarking-Dienste, Facebook-Likes etc. - haben deutlich bessere Chancen auf exzellente Google-Rankings als statische Seiten
  • Blogger Relations: Fachblogger sind wertvolle PR-Kontakte, die Content weiterverbreiten und im Idealfall regelmäßig wertvolle Backlinks generieren - aktive Kontaktpflege mit der Blogosphäre lohnt sich also
  • Onlinepressearbeit: Offene Presseportale sind ein unkompliziertes Mittel, um Traffic und Linkpower zu erzeugen - für den Erfolg kommt es auf eine multimediale Struktur von Pressemeldungen und die Qualität des Portals an
  • Branded Channels: (Bewegte) Bilder sagen mehr als Worte - und können als Trafficmagnet eine wichtige Rolle in der Linkbuilding-Strategie übernehmen - ein eigener YouTube-Channel ist in vielen Branchen deswegen längst obligatorisch

Fazit: Erfolgreiches Linkbuilding verlangt heute nach einer Multi-Channel-Strategie und nach einer langfristigen Kooperation mit erstklassigen Linkpartnern. Zugleich gewinnt das Contentmarketing, also die Bereitstellung von hochwertigen Inhalten mit informationellen Mehrwerten - und deren gezielte Verbreitung in der Blogosphäre, den Social Media, aber auch klassischen Onlinemedien - für das Linkbuilding immer weiter an Bedeutung. Backlinkaufbau wird also komplizierter, zahlt sich bei richtiger Handhabung aber schnell in erstklassigen Rankings aus.