On-Site-Optimierung (SEO)

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Der Begriff On-Site-Optimierung (oder auch: Onpage-Optimierung) hat sich als Schlagwort für die SEO-gerechte Bearbeitung von Internetseiten im Online Marketing durchgesetzt. Erfolg oder Misserfolg einer SEO-Kampagne hängt entscheidend davon ab, dass die On-Site-Maßnahmen professionell, zielgerecht und nachvollziehbar umgesetzt werden. 

Die On-Site-Optimierung gliedert sich in drei Schwerpunktbereiche:

1. Content-Optimierung

Content is King - diese Maxime gewinnt nach den jüngsten Google-Updates kontinuierlich an Bedeutung. Deswegen steht die Optimierung des textlichen (auch aber weniger relevant: bildlichen) Inhalts einer Website bei der On-Site-Optimierung an erster Stelle. Hochwertige, aktuelle, fachlich versierte, aber lesbare Texte sind heute gefordert - statt schlichtem Keyword Stuffing wie in klassischen Landing Pages (spezifische Unterseiten). So präzise wie möglich sollten die Texte den Informationsbedürfnissen der Besucher - von denen ein Teil potentielle Kunden sind - entgegenkommen. Contentqualität verbessert in der Regel die Konversion (Conversions), also im Ergebnis die realen Umsätzen: Der Besucher findet, was er sucht, bleibt auf den Seiten, informiert sich detailliert über das Waren- und Dienstleistungsangebot, empfiehlt Seiten per Bookmarking oder Like weiter - und vor allem: Er tätigt eine Bestellung. Doch die Contentoptimierung betrifft auch technische Erfordernisse - hier ein Überblick:

  • Keyword Density: Verhältnis der Keywords zum gesamten Textumfang

  • Keyword Location: Position der Keywords im Text - nach Möglichkeit sollten die Suchbegriffe im oberen Bereich positioniert werden

  • Keyword Proximity: Bei Suchbegriffskombinationen sollten die einzelnen Begriffe möglichst nebeneinander im Text stehen

  • Überschriften (H1 etc.) müssen stets das Keyword bzw. die Kombination enthalten

  • Semantische Faktoren: Texte, die neben den Keywords inhaltlich relevante Fachbegriffe enthalten, haben bessere Chancen auf erstklassige Rankings

  • Hervorhebungen einzelner Keywords in Fett- oder Kursivschrift sind vorteilhaft

  • Duplicate Content: Textdopplungen bzw. wiederverwendete (und bereits online publizierte) Texte sollten vermieden werden - nur unique content zahlt sich auf Dauer aus

  • Eingebettete Bilder sollten das Keyword im Dateinamen und in den ALT-Tags sowie in der Bildunterschrift enthalten

  • Meta-Tags: Die Title- und Description-Tags sollten das Keyword enthalten, der Keyword-Tag ist mittlerweile obsolet und kann ausgelassen werden

2. Optimierung der Navigation/Seitenarchitektur

Die Navigation und interne Verlinkung ist aus zwei Gründen elementar für den Erfolg eines Internetprojekts: Zum einen ermöglicht sie Besuchern und Kunden, sich auf den Seiten zu orientieren und den gesuchten Content zu finden, zum anderen sorgt eine systematische, logische Navigation dafür, dass die Website von Suchmaschinen problemlos und vollständig ausgelesen werden kann - das Stichwort lautet „Crawlability". Eine optimierte Seitenarchitektur zeichnet sich durch verschiedene Eigenschaften aus:

  • Navigation maximal über drei Ebenen verteilen

  • Texte mit Hauptkeywords sollten möglichst direkt aus der Startseite erreichbar sein - Ziel: Minimierung der Klicktiefe

  • Umsatzrelevante Seiten nach Möglichkeit intern aus mehreren Unterseiten verlinken

  • Interne Links sind innerhalb eines Textkörpers effektiver als in einem Navigationselement

  • Footer-Navigation vermeiden - Navigation sollte im Header untergebracht werden

  • Klare Schlagworte in der Navigation verwenden - Links sollten zudem das Keyword der verlinkten Seite enthalten

  • Links auf externe Seiten: Ausgehende links sind kein SEO-Risiko - Links auf thematisch relevante, hochwertige Seiten werten auch die Linkquelle auf

  • Seitenadressen (Unterfolder etc.) sollten die Keywords enthalten - optional als sprechende URL; Bindestriche oder Unterscores können als Trennelemente verwendet werden

3. Weitere Faktoren für die On-Site-Optimierung

Mit der Optimierung von Content, Navigation und Crawlability ist es natürlich nicht getan - einige andere Kriterien sind bei der On-Site-Optimierung von Internetseiten ebenfalls unerlässlich:

  • URL und Unterseiten bzw. Subfolder kompakt formulieren - auch wenn Keywords darin enthalten sind; die Suchmaschinen bewerten kurze URL tendenziell höher

  • Keine Subdomains verwenden - Subfolder sind aus SEO-Sicht die bessere Alternative

  • Black-Hat-SEO vermeiden: Unlautere SEO-Methoden haben bei den aktuellen Google-Algorithmen praktisch keine Chance mehr - es drohen Penalties oder sogar Löschungen aus dem Index

  • Social-Media-Optimization: Facebook-Like- und -Share-Buttons, aber auch Bookmarkingicons ermöglichen eine Weiterverbreitung von Content und erhöhen die Chancen auf Viralität