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Soziales Netzwerk Google Plus aufgrund von Datenpanne eingestellt

Durch einen Fehler seitens des Suchmaschinenkonzerns Google haben viele App-Entwickler Zugriff auf die persönlichen Nutzerdaten der User der sozialen Plattform Google Plus bekommen. Unter anderem konnte auf Informationen wie beispielsweise Name, E-Mail-Adresse, Geschlecht, Alter und Beschäftigung zugegriffen werden. Nach diesem Dilemma wurde das Online-Netzwerk sofort für alle Nutzer dichtgemacht. Die interne Kommunikation in den Unternehmen will Google weiterhin ermöglichen. Aufgrund dieser Software-Panne wird den Entwicklern von Apps der Zugang zu Nutzerdaten auf Smartphones deutlich erschwert.

 

Wie viele Konten sind betroffen?

Laut dem „Wall Street Journal“ habe der Ursprung dieses Problem bereits im Jahr 2015 bestanden. Das US-amerikanische Unternehmen hat keine konkreten Verweise auf einen Datenmissbrauch, aber auch keine ausreichende Menge von Informationen, um diesen Vorwurf auszuschließen. Im März dieses Jahres wurde die Datenpanne erkannt, aber Google hatte sich gegen die öffentliche Bekanntgabe entschieden. Ein Grund hierfür war das Vermeiden von Aufmerksamkeit seitens der Regulierungsbehörden. Insgesamt seien bis zu 500.000 Konten der sozialen Plattform betroffen und eine Anzahl von bis zu 438 Apps könnten auf die Informationen der Nutzer zugegriffen haben.

Aktuell wird das Online-Netzwerk nur von wenigen Usern genutzt, und 90 Prozent der insgesamt bestehenden Interaktionen hat lediglich eine Dauer von fünf Sekunden. Google Plus spielt innerhalb der sozialen Medien eine sehr kleine Rolle, und wird auch kaum für Online-Marketing oder Reputationsmanagement genutzt. Offiziell erklärt Google, dass keine Chance im Kampf gegen die soziale Plattform Facebook besteht.

In Zukunft werden merklich weniger App-Anwendungen Zugriff auf beispielsweise die Kontaktliste oder SMS-Daten auf dem Endgerät haben. Zudem haben auch App-Entwickler weniger Freiheiten beim Zugriff auf Daten des Gmail-Diensts. Das „Wall Street Journal“ erklärte im vergangenen Sommer, dass viele Entwickler teilweise E-Mails von Google Plus-Nutzern bei der Programmierung von automatisierten Antworten nutzten. Diese Strategie hatte für massenhaft Aufsehen in der Öffentlichkeit gesorgt.

 

Quelle: https://goo.gl/yebdEm