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Studie: Werbung in Suchmaschinen immer schlechter erkennbar

Die Ergebnisseiten der großen Suchmaschinenanbieter wie Google, Bing oder Yahoo zeigen neben den so genannten „organischen Suchergebnissen“, Website-Links,die die Suchmaschinen aufgrund verschiedener Parameter in 10 Positionen pro Seite anordnen, auch Werbeanzeigen, deren prominente Platzierungen über oder unter den natürlichen Ergebnissen von Kunden direkt gekauft werden können. Eine neue Studie der Harvard Business School zeigt nun, dass diese „Ads“ von Google und Co immer weniger als Werbeanzeigen gekennzeichnet werden.

In seiner Studie „Google's Advertisement Labeling in 2014“ untersucht Prof. Benjamin Edelman, wie sich die Darstellung der Werbeanzeigen in gängigen Suchmaschinen im Laufe der Jahre verändert hat. Nutzte bspw. Google Anfang 2001 noch eine hellgelbe Hintergrundfarbe für die Abgrenzung seiner Anzeigen, liegt heute ein nahezu weißer, für den Betrachter schwer erkennbarer Hintergrund hinter den Ads. Einzig kleine gelbe Quadrate mit der Aufschrift „Ad“ bzw. im Deutschen "Anzeige" trennen die Werbung am Beginn und Ende der Seite von den natürlichen Suchergebnissen, Markierungen, die leicht zu übersehen sind. 

Diese Entwicklung zeigt sich auch bei anderen Anbietern, Bing und Yahoo passen die Anzeigen ihrer Werbekunden in ähnlicher Weise an. Im Juni 2013 hatte die Federal Trade Commission (FTC), die US-amerikanische Behörde für Handel und Verbraucherschutz, in einem Schreiben an die Betreiber der Suchmaschinen stärkere Klarheit gefordert. Die Studie deckt nun auf, dass die Entwicklung von Google und seinen Wettbewerbern allerdings in die entgegengesetzte Richtung verläuft, Edelman spricht sogar von Verletzungen der von der FTC geforderten Standards.

Quelle: http://goo.gl/IgDr0S