Kurznachrichten

Transparentere Google Ads durch Verifizierung der Advertiser

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Google führt ein Verifizierungsprogramm ein, welches verpflichtend ist für Werbetreibende, die über Googles Plattformen Anzeigen schalten. Google greift hier auf die vergangene Richtlinie zur Identitätsverifizierung aus dem Jahr 2018 zurück. Diese war politischen Ads gewidmet und wird nun auf alle Advertiser ausgeweitet. Somit müssen diese diverse Geschäftsinformationen offenlegen, welche für Google User universell zugänglich und nachvollziehbar sind. Auf diese Weise stärkt Google die Transparenz der Werbeanzeigen als auch die Kontrolle der User selbst. Für diese war bisher bei Google in den Einstellungen für Werbung ersichtlich, wie und aufgrund welcher Kriterien Google Ads für sie personalisiert und angezeigt werden. Mit der verbindlichen Verifizierung schafft Google bei den Usern ein einsichtigeres Bild des Werbetreibenden.

Verifizierungsablauf

Laut Google erfolgt im Verifizierungsprozess einerseits die persönliche Identifikation und andererseits die Einreichung von Geschäftsdokumenten, welche darlegen, wie das Unternehmen operiert und wo es ansässig ist. Diese Informationen sollen ab Sommer 2020 genauso ersichtlich sein wie die Informationen zu den personalisierten Google Ads. Google wird selbstverständlich alle Advertiser rechtzeitig darüber informieren und gibt diesen 30 Tage Zeit, die geforderten Identifikationsdokumente einzureichen. Missachtet ein Werbetreibender die Verifizierung, hat dies schwerwiegende Folgen – seine Ads werden nicht mehr geschaltet.

Da die Verifizierung aller Advertiser einige Jahren beansprucht, wird der Prozess step-by-step umgesetzt. Demgemäß sind vorerst die Advertiser in den USA betroffen. Diese werden nochmals nach Branchenzugehörigkeit klassifiziert und priorisiert. Trotz der Tatsache, dass zunächst nur die Advertiser in den USA betroffen sind, sollten sich alle Werbetreibenden, die bei Googles Plattformen Werbung schalten, auf diesen Prozess vorbereiten.