Kurznachrichten

Neues Urheberrechtsgesetz in Europa könnte Konsequenzen mit sich bringen

Als YouTube-CEO Susan Wojcicki auf das Thema „Digitales Urheberrecht in Europa“ und entsprechende Diskussionen aufmerksam wurde, war keine Begeisterung zu spüren. Die Vorstandsvorsitzende der größten Video-Plattform erklärt in ihrem Blog-Beitrag vom Montag, den 12. November: „Die Videoproduzenten-Ökonomie ist bedroht durch ein Element des Bestrebens der EU, ihre Urheberrechts-Direktive zu überarbeiten.“ Bei dieser Aussage geht sie auf Artikel 13 des Gesetzes ein, welcher aktuell ein vielbesprochenes Thema ist. Bei Artikel 13 werden diverse Plattform-Betreiber für die Inhalte, die Nutzer online stellen, haftbar gemacht. Dies gilt ab dem ersten Zeitpunkt des Auffindens des Contents auf einer Plattform wie zum Beispiel YouTube.

Die US-amerikanische Managerin ist der Meinung, dass es nicht möglich sei, alle Videos auf YouTube auf sämtliche Urheberrechtsverletzungen zu überprüfen. „Wir unterstützen die Ziele des Artikels 13, allerdings wird er in der aktuellen, vom Europäischen Parlament beschlossenen Form unbeabsichtigte Konsequenzen haben, die einen profunden Einfluss auf das Leben Hunderttausender Menschen haben werden“, erläutert sie in ihrem Artikel.

 

Urheber sich sich nicht einig

Sie erklärt, dass die Urheber sich in vielen Teilen nicht sicher seien, welche Teile der Produkte wem gehören. „Wenn die Eigentümer selbst sich nicht einig sind, kann nicht von einer offenen Plattform erwartet werden, die diese Inhalte beheimatet, die richtigen Rechte-Entscheidungen zu treffen.“ Als Beispiel für diesen Fall nahm sie das Musikvideo „Despacito“. Hier sind unterschiedliche Rechte beinhaltet, und trotz der Vereinbarung zwischen YouTube und den Urhebern ist eine gewisse Anzahl von Rechteinhabern nicht bekannt. Sobald der neue Artikel 13 in Kraft tritt, müssen Videos solcher Art in Zukunft blockiert werden.

Bisher wurde das neue Urheberrecht vom Europäischen Parlament noch nicht endgültig beschlossen. Für die finale Entscheidung und Lösung des Problems mit dem Urheberrecht werden die Mitgliedsländer und die EU-Kommission miteinbezogen.

Quelle: https://goo.gl/N8Z1Qb

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