Kurznachrichten

Online-Werbung gewinnt weiter an Relevanz

Ende Juli war es wieder soweit: Die halbjährliche Nielsen-Bruttostatistik des aktuellen Werbemarktes wurde für 2018 veröffentlicht. Die Ergebnisse sprechen für sich und zeigen, dass der klassische Werbemarkt hinsichtlich seines Gesamtumsatzes weiterhin an Boden verliert – demgegenüber gewinnt die Werbung über Online-Kanäle an Bedeutung und scheint sich immer stärker in den Marketingbudgets von Unternehmen als fester Kostenpunkt zu etablieren.  Wer in der ersten Jahreshälfte profitiert und wer verliert zeigen die Bruttowerbezahlen des Marktforschers Nielsen.

TV-Werbung bleibt das stärkste Werbe-Medium

Obwohl die Fernsehwerbung immer noch das führende Medium unter den Bewegtbildanbietern ist, sinken die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr um über ein Prozent. In der ersten Jahreshälfte liegen die TV-Spendings bei einer Höhe von 7,8 Millionen Euro und verzeichnen dabei ein Minus von 0,1 Prozent im Bruttoumsatz. Bedeutend schlechter sieht es bei Kinowerbung aus, diese Medienklasse verbucht im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von über 15 Prozent. Auch im Bereich der Fach- und Publikumszeitschriften sind deutliche Verluste zu vermerken. Insgesamt haben Werbetreibende knapp 16,8 Milliarden Euro investiert und geben damit etwas weniger aus als im Vorjahr.

Print und Funk gewinnt an Bedeutung

Im Gegensatz zu den klassischen Bewegtbildmedien können andere Mediengattungen wie Print und Radio von einem Zuwachs berichten. So steigen die Bruttowerbeumsätze des Mediums Zeitung um fast ein Prozent und das Medium Radio erzielt sogar einen Zuwachs von über drei Prozent auf knapp 1,6 Milliarden Euro.

Mit einem Zuwachs von fast 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist die Medienklasse Mobile der klare Gewinner der ersten Jahreshälfte. Werbetreibende investieren hier rund 510 Millionen Euro und damit knapp 200 Millionen mehr als im Vorjahr.

Gründe für diese Entwicklung

Woran diese geringen Bruttoerlöse liegen lässt sich laut Experten durch die gute Wetterlage und den langen Sommer an sich erklären. Bei hohen Temperaturen sinken die Mediennutzerzahlen in jedem Jahr deutlich und auch die diesjährige Fußball-WM hat ihren Teil dazu beigetragen. In der zweiten Jahreshälfte ist dafür mit deutlich höheren erlösen zu rechnen und könnte insbesondere für die klassischen Bewegtbildmedien bessere Umsätze bedeuten. Im Bereich Kino ist ein deutlicher Anstieg zu erwarten, da Ende des Jahres einige neue Blockbuster Premiere feiern und somit deutlich mehr Leute ansprechen und ins Kino locken sollen. Im Bereich der Online-Medien ist laut Experten mit einer generellen Umstrukturierung zu rechnen, da Unternehmen wie Google, Amazon und Facebook den Werbemarkt erheblich mitbestimmen. Diese sollen nach Schätzungen knapp zwei Drittel des Onlinewerbemarktes einnehmen.

Was für Gewinne oder Verluste in der zweiten Jahreshälfte verbucht werden bleibt somit spannend. Es wird jedoch immer deutlicher, dass der Onlinewerbemarkt enorm lukrativ ist und immer weiter an Relevanz gewinnt. Was dies für die klassischen Werbemedien bedeutet ist nur zu erahnen und sollte laut Experten in den Statistiken berücksichtigt werden.

Quelle: https://bit.ly/2N2WzZV

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