Kurznachrichten

Trend Sharing Economy: Rund 43 Prozent teilen lieber, anstatt zu kaufen

Teilen ist besser als kaufen. Dieser Trend wird immer stärker, wie jetzt in einer Umfrage des Kölner Instituts für Handelsforschung (IfH) in Kooperation mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG deutlich wird. Dabei wurden Konsumenten nach ihrer Einstellung zu Miet- und Abonnementangeboten befragt.

Darunter fallen auch Streaming-Dienste im Unterhaltungsbereich, also etwa Film und Musik, die bereits gut angenommen werden. Prinzipiell nutzt hier bereits die Hälfte der Befragten einen Streaming-Dienst, ein Drittel sogar regelmäßig und jeder Fünfte kann sich vorstellen, in Zukunft ein solches Angebot zu nutzen. Konsumgüter werden mittlerweile jedoch auch gemietet. Knapp 17 Prozent nutzen dieses Angebot schon – und knapp 43 Prozent sind interessiert, zukünftig Mietmodelle auszuprobieren.

Auch in der digitalen Welt geht man vermehrt vom Kaufen zum Mieten über – prominenteste Beispiele sind Microsoft Office 365 und die Adobe Creative Cloud. Auch hier bezahlt man nicht mehr für das Programm selbst, sondern lediglich für seine Nutzung. Der Kunde profitiert davon, dass er den zu zahlenden Betrag nicht auf einmal berappen muss, sondern auch monatlich Beträge überweisen kann. Weiterhin bekommt der Mieter jeweils die aktuellsten Updates eingespielt und ist damit automatisch immer auf dem neuesten Stand.

Das monatliche Bezahlmodell hat sich auch bei den großen Google-Diensten und bei kostenpflichtigen Anzeigenschaltungen in sozialen Netzwerken bewährt. Hier zahlt der Kunde, etwa bei Google AdWords, keinen monatlichen Fixbetrag, sondern in der Regel per Klick – damit folgt der amerikanische Konzern dem Modell der leistungsorientierten Bezahlung und fügt, ähnlich wie Facebook, dem klassischen Mietmodell eine weitere Variante hinzu. Auch in Zukunft ist davon auszugehen, dass Kunden weniger pauschal und mehr individuell bezahlen werden.

Autos, Werkzeuge, Elektrogeräte: Die beliebtesten Mietangebote

Neben Streaming-Angeboten sind die bekanntesten und beliebtesten Sharing-Dienste im Bereich Auto und Fahrrad (z.B. Car2Go). 68,4 Prozent haben von einem solchen Angebot bereits Gebrauch gemacht. 43 Prozent der Befragten nutzen Sharing-Angebote aus dem Bereich Heimwerken und Garten (Rasenmäher, Werkzeuge), knapp 27 Prozent mieten sich flexibel Elektrogeräte wie Laptops oder Smartphones. Sportartikel und Spielwaren oder andere Produkte der Kategorie Hobby & Freizeit werden von 20,3 Prozent der Befragten gemietet.

Möbel und andere Einrichtungsgegenstände mieten 12,7 Prozent. An letzter Stelle steht mit 8,9 Prozent die Kategorie Fashion & Accessoires -also Kleidung, Brillen oder Taschen. Gleichzeitig hat die Umfrage nach dem Interesse in den Kategorien gefragt. Besonders im Bereich Heimwerken und Garten gibt es großes Potenzial: Hier haben 75 Prozent der Befragten generell Interesse und 62 Prozent wünschen sich mehr Angebote. Selbst bei Mode und Möbeln haben über 20 Prozent generelles Interesse bekundet.

Abonnement-Angebote im Kommen

Zeitungsabonnements kennt jeder – doch dass man auch ein Kosmetikartikel-, Wasch- oder Putzmittelabonnement abschließen kann, ist noch nicht ganz im Bewusstsein der Konsumenten verankert. Allerdings haben dennoch 13 Prozent der Teilnehmer ein solches Abonnement schon einmal in Anspruch genommen. Fast jeder Dritte kann sich zumindest vorstellen, zukünftig ein solches Abo zu nutzen.

Besonders gewünscht sind Abonnements im Bereich Haushaltswaren (Putzmittel) – sowohl gut 38 Prozent derjenigen, die bereits ein solches Abonnement genutzt haben, als auch 46.5 Prozent der Interessierten sind offen für diesen Bereich. Allgemein besteht auch Interesse an Lebensmitteln und Kosmetika im Abonnement (jeweils rund 30 Prozent Interesse).

Flexibilität und fairer Preis

Am wichtigsten (zu 83.9 Prozent) ist ein fairer Preis gegenüber dem Kauf des Einzelprodukts für die Kunden, egal ob es ums Mieten oder den Abschluss eines Abonnements geht. Außerdem ist die Flexibilität oder Sicherheit sehr wichtig, wie etwa die kostenfreie Lieferung und Rückgabe, Mindestlaufzeit und Versicherung des Produkts. Darauf folgen in abnehmender Wichtigkeit die Bequemlichkeit (große Auswahl, verschiedene Lieferintervalle), die Option für Besitz, wenn das gemietete Produkt gefällt sowie die Aktualität.

Sichtbarkeit für Sharing Products im Netz erhöhen und profitieren

Unternehmen, die verschiedene Produkte auch flexibel im Intervall anbieten können, wie etwa Tintenpatronen oder Putzmittel, sollten gut im Netz auffindbar sein. Kunden, die sich für diese Art von Lieferungen interessieren, kennen sich gut im Netz aus und suchen gezielt nach Angeboten. Gleiches gilt für Firmen, die beispielsweise Werkzeuge oder Baumaschinen vermieten. Professionelle Optimierung der Webseiten für die Suche nach Miet- und Abonnementangeboten können einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz generieren – insbesondere, weil der Trend noch jung ist und Potenziale lange nicht ausgeschöpft sind, wie man an der Kundenumfrage deutlich erkennen kann.

Quelle: https://goo.gl/y5jzDD

Schreibe einen Kommentar