Das Unternehmen Google ist weiter umtriebig und arbeitet kontinuierlich an der Optimierung seiner Systeme. Dieses Mal geht es um den Ausbau der Verlinkung in seinen KI-Suchfunktionen. Am 15. Oktober 2026 stellte der Technologie-Konzern fünf Neuerungen für AI Mode und AI Overview vor. Einige davon führt Google bereits ein, andere laufen zunächst als Test. Im Mittelpunkt stehen Quellenverweise und Textlinks: Nutzer sollen sie schneller sehen und häufiger anklicken.
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Fünf Änderungen für mehr Quellenlinks
Google schnürte ein Maßnahmenpaket, das von der Vizepräsidentin für Produktmanagement, Hema Budaraju, vorgestellt wurde. Parallel bewarb Nick Fox, Senior Vice President für Knowledge and Information, die Neuerungen auf der Plattform X.
- Inline-Links weiter oben: In den von AI Mode oder AI Overview generierten Texten sollen häufiger Links auf Wörtern oder Formulierungen im oberen, sichtbaren Antwortbereich hinterlegt werden. Damit sich die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass diese angeklickt werden.
- Eigener Bereich für offizielle Websites: Manche Aufgaben oder Fragen lassen sich am besten über eine oder zwei offizielle Websites lösen. Für solche Fälle testet Google einen separaten Block über der eigentlichen KI-Antwort. Zu jedem Link soll ein kurzer Hinweis erscheinen, warum die jeweilige Seite hilfreich sei. Google sieht darin die Erweiterung eines bestehenden Prinzips: Wer gezielt eine bestimmte Website sucht, bekommt sie schon heute prominent angezeigt.
- Globale News-Karussells: News-Karussells wurden bereits eingeführt. Nun plant Google, diese Ansichten für aktuelle Beiträge global auf weitere Regionen und Sprachen auszuweiten. Sie heben zusätzlich die „bevorzugten Quellen“ (Preferred Sources) hervor. Das sind Websites, die Nutzer in der Google-Suche gezielt favorisiert haben. Laut Google hat sich die Zahl der Menschen, die diese Funktion nutzen, seit Jahresbeginn mehr als versiebenfacht.
- Userfreundliche Vorschaubilder: Die Verlinkungen am Ende einer generierten Antwort werden mit Vorschaubildern (Thumbnails) ausgestattet und dienen einer klickfreundlicheren Umgebung.
- Klickbare Namen bei Video-Ergebnissen: Google testet im AI Mode klickbare Namen von Urhebern und Verlagen. Diese wiederum führen den Nutzer zu Suchprofilen innerhalb von Google.
Was möchte Google mit seinen Veränderungen erreichen?
In der Vergangenheit kritisierten Verlage und Websitebetreiber starke Einbrüche beim organischen Traffic, die durch die neuen KI-Antworten hervorgerufen worden seien. Durch die Quellenlinks möchte Google laut eigener Aussage das Surfen im Web über die Suche einfacher, visueller und ansprechender machen. Gleichzeitig lassen sich die neuen Quellenlinks als Reaktion auf die Kritik interpretieren. Denn durch die Neuerungen sollen wieder mehr Klicks auf die Originalquellen erreicht werden. Das ist auch wichtig für die Suchmaschinenoptimierung.
Was bedeutet das für Ihre Unternehmenswebsite?
Mehr Links in KI-Antworten bringen nicht automatisch mehr Besucher. Den Klick bekommt nur der, den die KI als Quelle auswählt. Genau hier setzt Generative Engine Optimization (GEO) an: Inhalte brauchen einen Aufbau, der es KI-Systemen leicht macht, einzelne Aussagen zu erkennen, einzuordnen und zu zitieren.
Präzise Antworten auf konkrete Fragen erhöhen die Chance auf einen Inline-Link. Für den neuen Bereich mit offiziellen Websites zählt, dass Google Ihre Website als maßgebliche Anlaufstelle für Ihr Angebot erkennt. Dabei helfen eindeutige Angaben zu Unternehmen, Leistungen und Standort. Falls Sie Videos veröffentlichen, lohnt außerdem ein Blick auf Ihr Profil in der Google-Suche, denn dort landen Nutzer künftig nach einem Klick auf Ihren Namen.
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